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Göttingen Neue IT, neues Fraunhofer-Institut
Campus Göttingen Neue IT, neues Fraunhofer-Institut
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18:47 15.09.2017
. Siess, Oppermann, Andretta, Personalratsvorsitzende Erdmuthe Bach-Reinert, Freytag und Kroemer. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderung. Darüber haben sich die beiden SPD-Abgeordneten Thomas Oppermann (Bundestag) und Gabriele Andretta (Landtag) am Freitag informiert.

Unter anderem soll demnächst ein neues Bettenhaus gebaut werden. “Eine spannende Zeit”, so Oppermann. Nur: Um endlich loslegen zu können, dafür will die UMG eine Bau-GmbH gründen. Und: Sie braucht eine neue IT-Technologie. Das, so Vorstandssprecher Heyo Kroemer, sei ein “ganz dickes Brett”. Das Klinikum sei nicht gerade “sensationell gut aufgestellt”, es gebe zahlreiche unterschiedliche IT-Systeme im Haus. Dafür seien 25 Millionen Euro nötig, die das Land zur Verfügung stellen müsse. “Das muss fertig sein, bevor wir umziehen”. “Wenn wir das Geld haben, können wir sofort loslegen”, sagte Martin Siess, Vorstand für das Ressort Krankenversorgung. Andretta sicherte Unterstützung zu und sagte: “Ich hoffe, dass wir das Geld bis Ende September noch bereit stellen können.” Kromer bestätigte: “Es ist ganz schön viel los hier, deshalb brauchen wir die neue IT und politische Unterstützung.” Im Juli hatte die UMG die Zusage für und 30 Millionen Euro bekommen, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung an das Konsortium HiGHmed gehen. Das Projekt verbindet mit Heidelberg, Göttingen und Hannover drei international führende Standorte der Universitätsmedizin.

Eine weitere Hürde, die die UMG noch nehmen will, ist die Gründung einer eigenen Bau-GmBH. Alle Baumaßnahmen, die die UMG bislang geplant und umgesetzt habe, seien alle sowohl im Zeit- als auch im Geldplan geblieben, sagte Sebastian Freytag, Finanzvorstand der UMG. “Wir haben bewiesen, dass wir das hier können.”

Den Vorschlag der Landes-CDU, dass künftig nicht mehr das Wissenschaftsministerium, sondern das Sozialministerium für die Medizinische Hochschule Hannover und die Uniklinik Göttingen zuständig sein soll, bezeichnete Oppermann als “Schnapsidee”. Darüber könne man nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Oppermann: “Dieser katastrophale Plan muss noch vor der Landtagswahl vom Tisch”.

Und noch ein Projekt wollen die Sozialdemokraten möglichst beschleunigen. Einen Antrag, der derzeit im niedersächsischen Wissenschaftsministerium vorliegt. Demnach soll in Göttingen an der UMG ein neues Fraunhofer-Institut für neurologische Immunerkankungen angesiedelt werden. Das Frankfurter Mutterinstitut, so Kroemer, habe bereits durchblicken lassen, dass der Plan “entscheidungsreif sei”. “Eine Interaktion mit einem Fraunhofer-Institut fehlt uns noch”, so der Vorstandssprecher. “Alle Zeichen stehen auf grün, es muss jetzt umgesetzt werden”, so Freytag.

Von Britta Bielefeld

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