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Neues Göttinger Tagunszentrum in Alter Mensa

Universität baut Gebäudekomplex am Wilhelmsplatz um Neues Göttinger Tagunszentrum in Alter Mensa

Baustelle und Ausgrabungsstätte am Wilhelmsplatz: Das ehemalige Mensa-Gebäude wird zum Tagungszentrum umgebaut. Den Fortschritt der Bauarbeiten stellte am Dienstag Rainer Bolli, Leiter des Gebäudemanagements der Universität Göttingen, vor.

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Blick von der Ballustrade in den großen Saal mit seiner Stuckdecke.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Der Anfang des 19. Jahrhunderts auf den Mauern eines Klosters erbaute Gebäudetrakt hat während der aktuellen Bauzeit für einige Überraschungen gesorgt.

Im Dachgeschoss wurde eine kleine Wohnung entdeckt, die teils noch eingerichtet war. In dem vergessenen Wohnraum, berichtete Bolli, seien Konserven aus Hilfspaketen der Nachkriegszeit und auch Zeitungen aus der Zeit gefunden worden. Die für die vierziger und fünfziger Jahre typischen Tapeten waren ebenfalls gut erhalten.

Die Bauweise von Innenstädten brachte den Bauarbeitern beim Durchbruch einer Mauer ebenfalls überraschenden Einblick. „Und plötzlich waren sie im Kleiderschrank des Nachbarhauses“, erzählte Architekt Bolli bei einer Führung. Zweimal führte er zahlreiche Gäste des „Pressefests“ der Universität Göttingen. Etwa 100 Gäste kamen auf Einladung von Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel zu dem Treffen am Wilhelmsplatz.

Sie gehörten zu den ersten, die Gelegenheit erhielten, die in einem kleinen Innenhof freigelegten Gebeine, vermutlich von Franziskanermönchen, zu sehen. Mitarbeiter der Stadtarchälogie sichern derzeit die Funde. Die Universität Göttingen will die Ausgrabungsstelle an einem Tag im November öffnen, um die Öffentlichkeit zu informieren, teilte Thomas Richter, Sprecher der Georg-August-Universität, mit.

Etwa 3 Millionen Euro wird der Umbau der „Alten Mensa“ kosten, so Bolli. Dass das Gebäude vom Studentenwerk in den Besitz der Universität gewechselt sei, hob Bolli positiv hervor. Im Jahr 1920 wurde dort Deutschlands erste Mensa von einem Studentenverein eröffnet.

2016 soll das Tagungszentrum fertiggestellt sein. Viele Besucher waren sich einig darüber, dass das Haus dann aufgrund seiner Architektur und den denkmalgeschützten Ausstattungen zu den attraktiven Tagungsorten in der Innenstadt zählen wird. Beeindruckend ist die wieder zum Vorschein und restaurierte Stuckdecke, die in den fünfziger Jahren abgehängt worden war.

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