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Neurowissenschaftler Revelo Nuncira und Snaidero erhalten Creutzfeldt-Preis

Stofftransport und Stützgewebe Neurowissenschaftler Revelo Nuncira und Snaidero erhalten Creutzfeldt-Preis

Für herausragende Dissertationen auf dem Gebiet der Neurowissenschaften haben die Göttinger Grundlagenforscher Dr. Natalia Revelo Nuncira und Dr. Nicolas Snaidero den „Otto Creutzfeldt PhD Award“ erhalten. Revelo Nuncira entwickelte neuartige Fluoreszenzfarbstoffe für den Einsatz in der hochauflösenden STED-Mikroskopie. Snaidero untersuchte die Bildung und die Struktur von Gliazellen.

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Dem Gehirn auf der Spur: Neurologen erforschen das Nervensystem.

Quelle: EF

Göttingen. Ihre Arbeit „A novel membrane-binding probe for the morphological and molecular characterization of synaptic vesicle recycling pathways“ verfasste Revelo Nuncira bei Prof. Silvio Rizzoli, Direktor des Instituts für Neuro- und Sinnesphysiologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

In der Arbeitsgruppe „STED Mikroskopie synaptischer Funktionen“ am European Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G) setzte die Wissenschaftlerin, die 2008 das Studium der Neurowissenschaften in Göttingen begann, die Farbstoffe auch erfolgreich ein.  An verschiedenen Zell- und Gewebetypen gelang es ihr, den Stofftransport in Zellorganellen zu beobachten.

Im Fokus hatte sie dabei insbesondere die Freisetzung und Wiederaufnahme von Botenstoffen in Nervenzellen. Diese Vorgänge konnte sie in lebenden Zellen direkt verfolgen. Nach ihrer Promotion im Jahr 2014 an der Biologischen Fakultät hat die 1986 in Kolumbien geborene Revelo Nuncira eine Post-Doc-Stelle im Institut für Neuro- und Sinnesphysiologie erhalten.

Snaidero, 1984 in Frankreich geboren, hat in der Arbeitsgruppe von Prof. Mikael Simons am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin promoviert. Er wurde ausgezeichnet für seine Arbeit zum Thema „Mechanisms underlying the CNS myelination: A molecular and morphological ana-lysis of the wrapping process“. Sie untersucht durch ultrastrukturelle Studien die Bildung und die Struktur von Gliazellen.

Diese umhüllen die Nerven und bilden das Stützgewebe des Nervensystems. Snaidero hat dazu beigetragen, die molekularen und zellulären Prozesse von Bildung und Reifung der Zellen und damit der Funktion von Nervenzellen besser zu verstehen. Nach Studium und Promotion in Göttingen ist der Neurowissenschaftler inzwischen in München tätig.

Der „Otto Creutzfeldt PhD Award“ wird alle zwei Jahre vergeben. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert und wird von der Firma Sartorius stedim gestiftet.  jes

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