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„Nicht bange machen lassen“

Kristin Neumann „Nicht bange machen lassen“

Die Universität bemühe sich  „sehr“, den Studierenden auch bei „eng getakteten“ Bachelor- und Masterstudiengängen Zeit für „kritische Gedanken und Diskussion“ zu geben.

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Plädiert für „Zeit für kritische Gedanken“: Prof. Ulrike Beisiegel bei der Immatrikulationsfeier im Hörsaal ZHG 011.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das versichert Uni-Präsidentin Prof. Ulrike Beisiegel auf der Immatrikulationsfeier im Hörsaal ZHG 011 ihrem Publikum. Insgesamt werden sich in diesem Semester rund 5500 Studierende neu einschreiben, heißt es in einer Mitteilung der Universität.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) meint, die Zahl könne noch höher sein, gäbe es in Göttingen keine Studiengebühren. Und das kommt im Saal besonders gut an. „Ich sehe darin einen Standort-Nachteil für meine schöne Stadt“,  sagt Meyer unter dem Applaus  des Publikums.
Gegen Studiengebühren spricht sich auch Tobias Fritzsche vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) aus. Sie verstärkten die soziale Selektion im deutschen Bildungssystem. Sollte es bei den Landtagswahlen zu einem Regierungswechsel kommen, seien sie vielleicht „endlich Geschichte“.

Prof. Jürgen Magull, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Studentenwerks Göttingen, ermuntert die Neuen, sich in Gremien, dem AStA oder Studentenwerk „für die nächste Generation“ zu engagieren.

Bernadette Sowa ist unter den angesprochenen Neuen. Die 22-Jährige aus Kassel will in Göttingen Chemie studieren. Nach dem Abitur hat sie sich zunächst für eine Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin entschieden. Jetzt soll der akademische Grad folgen. Was sie nach dem Abschluss machen will, weiß sie bereits. Im Landeskriminalamt möchte sie arbeiten. Daniel Tolks, 19, beginnt ein Jura-Studium.

In der Stadt fühle man sich wohl – dank der vielen jungen Leute, sagt er.  Die Atmosphäre sei familiär. Göttingen sei eigentlich in jeder Hinsicht optimal. Auch Sitznachbar Robert Hagen will Jura studieren. Er kommt aus Kiel und sagt: „Ich habe viel Positives über die Fakultät gehört“. 

Vor 19 Jahren saß Dr. Kristin Neumann, Vorstandsmitglied der Thomas Cook AG, als Studienanfängerin in demselben Hörsaal. Heute spricht sie als Festrednerin. Der Titel ihres Vortrags: „Der erste Tag – bange machen gilt nicht“. An ihrem ersten Tag habe sie „Angst vor der eigenen Courage gehabt“, erzählt sie. Jetzt aber blicke sie „mit Neid“ auf die Studienanfänger.

Das Studium sei eine Zeit, in der die Welt offen vor einem liege. Aber  es bedürfe auch der Eigeninitiative. Neumann rät dazu,  während des Studiums über Praktika Berufserfahrung zu sammeln und „ein eigenes Netzwerk“ aufzubauen. Trotzdem werde es beim Start ins Berufsleben Dinge geben, auf die das Studium nicht vorbereite. Auch hier gelte: „Nicht bange machen lassen.“

 Einem Teil der heutigen Tageblatt-Ausgabe liegt als Beilage das Uni-Magazin bei.

Von Telse Wenzel

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