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Nichts geht über Kontakte

Praxisbörse an der Universität Göttingen Nichts geht über Kontakte

Nach dem Uniabschluss direkt in den Beruf starten: Davon können viele Absolventen nur träumen. Die Praxisbörse an der Universität Göttingen will dabei helfen: Am Nordcampus und im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) konnten Studenten Kontakte zu Unternehmen knüpfen und im besten Fall eine Praktikumsstelle oder einen Job bekommen.

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Carolin Vondracek (m.) vom Verlag Vandenhoeck & Ruprecht informiert bei der Praxisbörse an der Universität Göttingen.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Dass Kontakte im Berufsleben wichtig sind, weiß auch Svenja Becker. Die 25-Jährige macht gerade ihren Master in Agrarwissenschaften. „Ich versuche Kontakte zu pflegen, damit die Betriebe sich an mich errinnern, wenn ich mich bewerbe“, erzählt Becker und unterhält sich am Stand des Unternehmens Agravis Raiffeisen AG mit einer Mitarbeiterin. „Ich informiere mich auch für meine Masterarbeit“, erzählt Becker, „bei Agravis werden Fütterungsversuche gemacht“, das könne eine mögliches Thema sein.

Die Möglichkeit, direkten Kontakt zur Wirtschaft zu knüpfen, sei einmalig, hebt Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel hervor: „Diese Chance gibt es im Alltag nicht, die Studenten können alles über die Unternehmen herausfinden“, sagt sie. Die Chance nutzt auch der Volkswirtschaftslehre(VWL)-Student Jonas Gottschalk, der bald mit seinem Masterstudium fertig ist.

„Ich habe mich bisher nicht darum gekümmert“, erzählt er, jetzt sei es an der Zeit, sich zu informieren. Am Stand der norddeutschen Landesbank (Nord/LB) spricht er mit Trainee Hermann Bohnenkamp. Der weiß um das Prozedere: „Letztes Jahr war ich selbst noch als Student auf der Praxisbörse“, erzählt er. Seine Trainee-Stelle habe er zwar nicht durch die Praxisbörse bekommen, doch das sei möglich: „Die Nord/LB hat hier fast jedes Jahr einen Trainee gefunden“, erzählt er. Durch die gute Lehre und Forschung an der Uni Göttingen sei die Messe ein geeigneter Ort, um Trainees zu finden.

Auch Studenten, die noch nicht am Ende ihres Studiums stehen, sind auf der Messe. So auch Mathestudentin Karla Markert: „Oft sind keine Stellen direkt für Mathematiker ausgeschrieben, deshalb informiere ich mich, wofür Mathematiker eingesetzt werden“, sagt sie.

Sie finde zum Beispiel medizinische Mathematik interessant, worüber sie sich beim Unternehmen Braun Melsungen informiert. Xueyang Niu fragt im Gemeinschaftsbereich der regionalen Aussteller eine Mitarbeiterin des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht, ob es auch Praktikastellen im englischsprachigen Bereich gebe, sie studiere Englische Philologie.

Manche trödeln gemütlich von Stand zu Stand, während andere mit Messeheften voller Post-Its gezielt Unternehmen aufsuchen.

Die Praxisbörse:

Etwa 2000 Studenten besuchten den ersten Messetag am Nordcampus für Studenten der Naturwissenschaften. „Wir haben positive Rückmeldung von Unternehmen bekommen, die Studenten waren gut vorbereitet“, sagt Christina Qaim, Leiterin des Bereichs Wirtschaftskontakte an der Uni Göttingen, der die Praxisbörse organisiert. Am zweiten Tag im Zentralen Hörsaalgebäude wurden etwa 5000 Studenten aller Fächer erwartet. Mehr als 100 Aussteller waren an beiden Tagen vor Ort, davon 81 Unternehmen.

Von Hannah Scheiwe

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