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Nida-Rümelin spricht am Sofi in Göttingen

Zu viele Akademiker Nida-Rümelin spricht am Sofi in Göttingen

Zum Thema „Zur Krise beruflicher und akademischer Bildung“ spricht Prof. Julian Nida-Rümelin beim Sofi-Forschungskolloqium am Freitag, 11. Dezember, im Alfred-Hessel-Saal der Paulinerkirche um 14.15 Uhr.

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Julian Nida-Rümelin

Quelle: EF

Göttingen. Der Philosoph,  Politiker und ehemalige Kulturstaatsminister wird seine Thesen zur Gefahr der steigenden Akademikerquote präsentieren. Seit 2014 rangiert das duale System der Berufsausbildung, das als Markenzeichen und zentraler Erfolgsfaktor des deutschen Bildungssystems gilt, in der beruflichen Qualifizierung nur noch an zweiter Stelle. Auch 2015 liegt die Zahl derjenigen, die nach dem Schulabschluss in eine Hochschulausbildung eintreten über derjenigen, die ein Ausbildungsverhältnis im dualen System eingehen.

Mit seiner Kritik am „Akademisierungswahn“ und der Warnung vor einer „Durchakademisierung der Gesellschaft“ hat Nida-Rümelin eine vielbeachtete Kritik an dieser Entwicklung sowie den sie fördernden politischen Weichenstellungen formuliert. Die Zurückdrängung der dualen Berufsausbildung laufe auf die Unterminierung einer zentralen Voraussetzung wirtschaftlicher Leistungs- und sozialer Integrationsfähigkeit in Deutschland hinaus. Die Kehrseite einer immer weiter steigenden Akademikerquote werde eine deutliche Steigerung der Jugendarbeitslosigkeit sein.

 Nida Rümelins Vortrag wird vom Sofi-Präsidenten Prof. Martin Baethge kritisch kommentiert, der von einer Unumkehrbarkeit des Trends zur Akademisierung ausgeht. Anschließend ist eine Diskussion mit dem Publikum geplant.

Von Christiane Böhm

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