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Wissenschaftsministerin besucht Hochschulen

Potential nutzen Wissenschaftsministerin besucht Hochschulen

„Ohne den Transfer des Wissens der Hochschulen werden wir die großen Herausforderungen als Gesellschaft nicht stemmen können“, so Gabriele Heinen-Klajic, niedersächsische Wissenschaftsministerin. Sie übergab am Donnerstag Bewilligungen an vier Hochschulen für den SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC). 

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Gabriele Heinen-Klajic, niedersächsische Wissenschaftsministerin, besucht den Südniedersachsen-Innovations-Campus.

Quelle: Heller

Göttingen. Als sehr gelungenes Beispiel einer Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft lobte Ministerin Heinen-Klajic (Bündnis 90/Die Grünen) bei ihrem Besuch in Göttingen den SNIC. Die Universität Göttingen, die Technische Universität Clausthal, die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und die PFH Private Hochschule Göttingen haben sich in diesem Projekt zusammengetan. Gemeinsam mit den südniedersächsischen Landkreisen, der IHK und der Handwerkskammer sollen Wissens- und Technologietransfer auf eine neue Basis gestellt werden. „Wir haben hier in der Region eine enorme Verdichtung an hervorragenden Hochschulen. Aber zu wenig positive Effekte in der regionalen Wirtschaft“, sagte Landrat Stefan Reuter.

Verbunden mit den Bewilligungen sind 622000 Euro Förderung für die vier Hochschulen. Sie fließen in Projekte, die den Kontakt zwischen Unternehmen und Hochschulen verbessern sollen. Aufgebaut wird eine Technologieberatung für kleine und mittelständische Unternehmen, erklärte Kilian Bizer, Professor für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung an der Universität Göttingen. Schon bewährt habe sich ein Praxisforum, bei dem Wissenschaftler in sieben Minuten vortragen, woran sie forschen. Geplant sind auch „Innovationsscouts“, so Bizer. Sie sollen an den Hochschulen nach fertigen oder halbfertigen Entwicklungen suchen und dann entsprechende Kontakte in die Wirtschaft herstellen. Und nicht zuletzt soll eine Gründungsunterstützung aufgebaut werden.

„Wir brauchen diese Kooperation“, sagt auch Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel. Die Zeit des Elfenbeinturms sei für die Wissenschaft vorbei. Die Uni brauche eine starke Region, auch für die Bewerbung für die neue bundesweite Exzellenzinitiative.  Und auch für die Studierenden, für die Abgänger der Hochschulen entfalte der Innovationscampus weiteres Potential. Die Unabhängigkeit der Forschung gefährde die Zusammenarbeit ihrer Meinung nach nicht, so Beisiegel. Die Balance zwischen der Freiheit der Forscher und einer gelungenen Zusammenarbeit könne bislang gut gehalten werden. Wichtig sei dabei die Transparenz, ergänzt Heinen-Klajic. Und verweist darauf, das ihr Ministerium seit dem Frühjahr offen legt, an welcher Hochschule mit welchem Geld was geforscht wird.

Besuch der Ministerin in der PFH

Am Nachmittag besuchte Ministerin Gabriele Heinen-Klajic das Zentrum für Healthcare Technology der PFH Private Hochschule Göttingen. Nach einem Gespräch mit Prof. Frank Albe, Präsident der PFH, und Prof. Bernt R.A. Sierke, Geschäftsführender Gesellschafter, stellten Wissenschaftler ihre Fachbereiche vor. Darunter das Forschungsprojekt „GlyoRec“ des Bereichs Wirtschaftspsychologie, eine interaktive Hilfe für die Behandlung von Diabetikern und den Fachbereich Sports-/Reha-Engineering, Verbundwerkstoffe/ Composites. 

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