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Göttingen Paten stiften 67 000 Euro für Bücher
Campus Göttingen Paten stiften 67 000 Euro für Bücher
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19:27 10.11.2009
Begutachten restaurierte Manuskripte Therese Hubers: Oliver Köhler, Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Rainer Hald und Dr. Helmut Rohlfing (von links). Quelle: Mischke
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Bis dato wurden 68 Bücher und Manuskripte für rund 67 000 Euro restauriert, berichtet Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Universität Göttingen.
Die Spender, so Dr. Helmut Rohlfing, unter anderem Abteilungsleiter der Bestandserhaltung, kommen sowohl aus privaten wie auch aus Wirtschaftskreisen. „Die meisten von wohnen gar nicht in Göttingen, fühlen sich aber der Universität und Bibliothek sehr verbunden. Viele von ihnen haben hier studiert“, sagt er.
Als Beispiel für eine gelungene Buchpatenschaft wird der erste Teil des restaurierten Nachlasses der in Göttingen geborenen Schriftstellerin und Redakteurin Therese Huber (1764 bis 1829) präsentiert. Als Paten für die 170 teils schon vergilbten oder gerissenen Blätter in Mappen fungieren die Immobilien Development und Beteiligungsgesellschaft (IDB) Zietenterrassen und die Sparkasse Göttingen. Sie haben 5557 Euro für die Restaurierung gestiftet. „Die Erschließung des Werks von Huber ist erst durch eine Restaurierung vollständig möglich. Und erst durch eine Erschließung können Dinge von wissenschaftlichem Rang entdeckt werden“, sagt Rohlfing.
„Aufmerksam geworden sind wir auf die Notwendigkeit einer Patenschaft für die Manuskripte durch einen Artikel im Tageblatt,“ erzählt Oliver Köhler, Geschäftsführer der IDB. Da auf den Zietenterrassen von seiner Gesellschaft eine Therese-Huber-Straße gebaut wurde, sei es passend gewesen, diese Restaurierung zu finanzieren, meint er.
Pate für Bibel gesucht
Auch Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen, hält den monetären Einsatz für die regionale Wissenschaft für wichtig: „Die Universität selbst hat immer weniger Möglichkeiten, um zu fördern.“ Zudem sei diese Buchpatenschaft keine „einmalige Sache“. Wie zum Beweis bietet Hald noch im Verlauf der Pressekonferenz Rohlfing an, die Restaurierung der Erstausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm zu übernehmen – wenn die Bücher im Anschluss in der Sparkasse Göttingen ausgestellt werden können. Rohlfing geht darauf ein. Zudem könnten, so Hald, durch eine Ausstellung in der Sparkasse noch mehr Menschen auf die Aktion der Buchpatenschaften aufmerksam gemacht werden.
Ein weiteres Buch, das einen Paten sucht, ist die Virgil-Solis-Bibel von 1561. Sie zählt aufgrund ihrer durchweg kolorierten Illustration zu den schönsten ihrer Zeit und hat in ihrem jetzigen Zustand einen ungefähren Wert von 31 000 Euro, erzählt Rohlfing. Die Kosten für eine Restaurierung schätzt er auf ungefähr 2000 Euro.

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