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Göttingen Pedelec-Sharing: Kooperation von Uni Göttingen und Betrieben (KMU)
Campus Göttingen Pedelec-Sharing: Kooperation von Uni Göttingen und Betrieben (KMU)
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17:00 20.02.2019
Organisatoren und Praxispartner (v.l.): Sascha Lichtenberg (Smart Mobility Research Group), Caroline Heck und Jasmin Düwell (beide SNIC / Universität Göttingen), Annegret Eckold (Eckold GmbH), Martin Hoff (Hoff Kaffeesysteme), Christina Huwald (Verein Werk-statt-Schule) und Tim-Benjamin Lembcke (SMRG) beim Kick-Off des Forschungsprojekts „PedShare“. Quelle: r
Göttingen/Region

Wissenschaftler der Smart Mobility Research Group (SMRG) bereiten die Studie vor. Praxis-Start ist im März 2020. Beteiligt sind regionale Unternehmen: Mitarbeiter des Südniedersachsen-Innovations-Campus (SNIC) haben die Wissenschaftler bei der Partnersuche unterstützt.

Mit Elektro-Fahrrädern geplant Luftverschmutzung reduzieren

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Elektro-Fahrräder auf deutschen Straßen die Drei-Millionen-Marke überschritten, teilt Florian Renneberg von SNIC-Öffentlichkeitsarbeit mit: „Die Vorteile liegen auf der Hand: man reduziert den CO2-Ausstoß, bewegt sich an der frischen Luft und kommt schnell durch den Stadtverkehr. Da die Fahrer dank des Elektromotors selbst bei Steigungen nicht ins Schwitzen kommen, bieten sich insbesondere Pedelecs gerade auch für Berufspendler an.“

Betriebe aus der Region sind Partner der Wissenschaftler

Im Forschungsprojekt „PedShare“ untersuche die Gruppe an der Professur für Informationsmanagement, wie sich ein nachhaltiges Pedelec-Sharing-System für kleine und mittlere Unternehmen aufbauen ließe. Als Partner sind unter anderen die Firmen Eckold (St. Andreasberg) und Hoff Kaffeesysteme (Osterode) und das Weiterbildungszentrum Werk-statt-Schule (Northeim) an Bord.

SNIC Uni Göttingen: Kooperation von Forschern und Unternehmern

SNIC habe die Forschungseinrichtung und die Praxispartner im Rahmen seines Projekts „Innovationsteam“ zusammengebracht, so Renneberg. „Eines der Kernanliegen des SNIC ist es, die Zusammenarbeit zwischen regionalen Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu intensivieren, zum Beispiel indem sie an gemeinsamen Projekten arbeiten“, sagt SNIC-Referentin Caroline Heck; ihre Kollegin Jasmin Düwell ergänzt: „PedShare ist ein Musterbeispiel dafür, wie beide Seiten vom Austausch profitieren können.“

25 Pedelecs ab März 2020 im Einsatz

Wie die Mitarbeiter der beteiligten Firmen die Pedelecs nutzen, sei ihnen überlassen, so Renneberg. Sie könnten zwischen Wohn- und Arbeitsort pendeln, Betriebsfahrten absolvieren oder sie für private Zwecke nutzen. Radel-Start sei im März 2020: Im Frühjahr würden den Unternehmen 25 Pedelecs zur Verfügung gestellt – sie sollen nach Ablauf des Projekts in den Belegschaften bleiben.

Online-Plattform für die Buchung der Pedelecs

In den nächsten zwölf Monaten entwickele die SMRG anhand von Nutzerbedürfnissen in den Unternehmen eine Online-Plattform, auf der Verfügbarkeiten geprüft, Pedelecs gebucht und Informationen abgerufen werden könnten. „Um eine nachhaltige Nutzung der Pedelecs zu gewährleisten, müssen wir die Plattform zugleich attraktiv und einfach gestalten“, sagt Tim-Benjamin Lembcke von der SMRG. Zu diesem Zweck sollen unter anderem auf künstlicher Intelligenz basierende Chatbots und spielerische Elemente zum Einsatz kommen, erläutert Kollege Sascha Lichtenberg.

Projekt als Vorbild für kleine und mittlere Unternehmen

Erste Vorschläge für die Gestaltung der Plattform seien bereits bei der Kick-Off-Veranstaltung Mitte Februar vorgestellt worden. Das Projekt soll noch einmal bei allen Praxispartnern vorgestellt und mit den Nutzern diskutiert werden, so Renneberg. Die Erkenntnisse des Projekts sollen bundesweit weitere kleinere und mittlere Unternehmen „zur Nachahmung animieren“.

Eckold GmbH: Selbst erzeugten „Grünen Strom“ für „saubere Mobilität“

Für Annegret Eckold, geschäftsführende Gesellschafterin des gleichnamigen Maschinenbauunternehmens, passe das PedShare-Projekt „perfekt in das Gesamtkonzept der Firma“. Mittels einer an das Oberharzer Wasserregal angeschlossenen Turbine erzeuge das Unternehmen bereits „Grünen Strom. Den können wir künftig nutzen, um saubere Mobilität für unsere Mitarbeiter zu gewährleisten“, so Eckold. Zudem füge sich das Angebot gut in das betriebliche Gesundheitsmanagement des Unternehmens und in „das Lebensgefühl im Nationalpark Harz“ ein. „Viele unserer Mitarbeiter haben sich bewusst für diese Region entschieden“, sagt Eckold, „mit den Pedelecs haben sie die Möglichkeit, Mobilität und Natur zu verbinden.“

Von Stefan Kirchhoff

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