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Personal Coaching gegen Prüfungsangst

Mentales Training für positive Programmierung Personal Coaching gegen Prüfungsangst

Eine Methode aus dem Leistungssport hat an der Universität Kassel Erfolg bei der Behandlung von Studierenden mit Prüfungsangst. Das persönliche Coaching ist eine von verschiedenen Methoden, um Studierenden zu helfen, bei denen bevorstehenden Prüfungen außerordentlichen Stress verursachen, teilte die Hochschule mit.

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Lernen für die nächste Prüfung: Student in der Bibliothek einer ­Hamburger Hochschule.

Quelle: dpa

Göttingen. Dabei entwickelt ein Trainer in Eins-zu-eins-Gesprächen mit Studierenden Wege, Prüfungsangst, aber auch Motivationstiefs im Studium zu überwinden.

Hilfreich sind oft kleine Tricks, die Blockaden, Frust oder Panikattacken lösen. Das soll Betroffenen über kritische Phasen ihres Studiums helfen und insgesamt zu einem erfolgreichen Studium beitragen. Das Coaching übernimmt der Erziehungswissenschaftler Dr. Timo Nolle, der auch in freier Praxis bei Lern- und Prüfungsproblemen berät.

Seine Arbeit wird finanziert aus Mitteln des Qualitätspakts Lehre und ist angesiedelt am Servicecenter Lehre der Universität. Für die Studierenden ist das Angebot kostenlos.

Es geht um Bestehen der Prüfung

Nolle erarbeitet mit den Betroffenen eine Art Spickzettel für kritische Situationen. Er entwickelte sein Konzept unter anderem auf der Basis des aus dem Leistungssport bekannten Mental-Trainings. Nolle kann aus Erfahrungen als Trainer für Wettkampfkletterer beim Deutschen Alpenverein schöpfen.

„Viele Studierende stellen sich beim Lernen für eine Prüfung vor, dass sie es nicht schaffen. Ich vermittle ihnen, wie sie die Zuversicht entwickeln, dass sie es schaffen“, erläutert Nolle. Zunächst übt er mit Studierenden regelrecht, wie Ängste entstehen, ganz bewusst begeben sich die Klienten mit seiner Hilfe in solche kritischen Situationen.

„Was ich kenne, kann mich nicht mehr überfallen“, sagt der Berater, der zugleich betont: „Es geht nicht um die Veränderung der Persönlichkeit, sondern um das Bestehen der Prüfung.“ Kleinigkeiten helfen, sich positiv zu „programmieren“. Nolle empfiehlt Studierenden etwa, in der schriftlichen Prüfung denselben Stift zu benutzen wie beim Lernen.

Individuelles Coaching

Eine andere einfache Methode hilft gegen die Angst, zu wenig für eine Prüfung gelernt zu haben: Nach jeder Lerneinheit wirft der Studierende einen Zettel in eine Tüte. Eine überquellende Tüte führt buchstäblich vor Augen, dass man sehr wohl gut für eine Prüfung präpariert ist.

Nolls individuelles Coaching ergänzt andere Angebote der Hochschule, die in eine ähnliche Richtung zielen. Dazu zählen Workshops – beispielsweise zum Stressmanagement oder zur Prüfungsvorbereitung – oder die „Lernkomplizen“: Studierende geben ihren Kommilitonen dabei handfeste Tipps für das Zeitmanagement und für zielgerichtetes Lernen.

Daneben gibt es an der Universität Kassel eine psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks, die unter anderem bei seelischen Krisen therapeutische Hilfe  bietet.

Vortrag von Dr. Timo Nolle am  Dienstag, 20. Januar: „Pimp my Prüfung – Mit Drive durch den Stress“  um 18.15 Uhr in der Universität Kassel, Arnold-Bode-Straße 10 , im Raum R 0219. Weitere Informationen unter uni-kassel.de 
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