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Personalpolitik an der Universität Göttingen

Unklare Position Personalpolitik an der Universität Göttingen

Ein Positionspapier über „Perspektiven für Karrierewege in die Wissenschaft“ ist am Mittwoch in der Universität Göttingen diskutiert worden. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion um Arbeitsbedingungen und Personalpolitik von Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel.

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Ein Positionspapier über „Perspektiven für Karrierewege in die Wissenschaft“ ist am Mittwoch in der Universität Göttingen diskutiert worden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. In dem Papier stellt die Universität dar, wie sie in Zukunft ihre Arbeitsbedingungen und Personalpolitik gestalten will.

Die Bedingungen für befristete Arbeitsverträge an der Hochschule wurden von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schon mehrfach kritisiert.

„Es hat keinen verbindlichen Charakter“, kritisierte der Vorsitzende des Personalrats, Dr. Johannes Hippe, das Positionspapier. Dies moniert ebenfalls die GEW in einer Stellungnahme. Außerdem sieht Hippe ein Problem darin, dass Entscheidungen über die Richtlinien für befristete Verträge nur auf Ebene der Fakultäten getroffen werden.

Er sei für eine Zentralisierung dieser Entscheidungen: Nur auf einer Ebene, die alle Fakultäten umfasse, könne der Personalrat mitentscheiden.

Carsten Müller aus der Abteilung Personaladministration und Personalentwicklung erklärte, dass die Universität lediglich umsetze, was der Gesetzgeber vorschreibe: „Die Hochschulen sollen selber entscheiden, inwiefern vertragliche Laufzeiten angemessen“ sind. Nach Müller ist das Papier „ein guter Weg, einen angemessenen Rahmen für die Fakultäten zu finden“.

„Das Papier macht sinnvolle Zielvorgaben, wie mit be- und entfristeten Verträgen umgegangen werden soll“, sagte Astrid Biele Mefebue von der Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Es sei lediglich als ein Organisationsrahmen zu sehen. Deshalb gebe es keine konkreten Vorgaben. Dennoch kritisierte ein Habilitand aus dem Publikum: „Ich sehe in dem Papier keine Bemühungen, an der Personalsituation etwas zu ändern.“ Zustimmendes Klopfen folgte dazu aus dem Publikum.

Die Universität Göttingen werde, so Beisiegel, nun unter anderem daran arbeiten, wie „eine Balance zwischen zentraler und dezentraler Ebene“ hergestellt werden könne. Also was auf Ebene der Fakultäten und was übergreifend geregelt wird. Sie betonte während der Veranstaltung, dass „Anmerkungen und Fragen auch über andere Wege unbedingt gestellt werden sollten. Das hilft uns“. Sie kündigte weitere Diskussionsveranstaltungen zu diesem Thema an.

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