Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Philosophische Wintervorträge: Wie entsteht Wahrheit

Campus Philosophische Wintervorträge: Wie entsteht Wahrheit

Die Suche nach der Wahrheit ist eine elementare Frage des menschlichen Daseins. Aktuell ist dafür die Klage der   Pegida-Anhänger über die angebliche Gleichschaltung und Beeinflussung von Medien ein Beispiel. Wolfgang Spohn hat in seinem Vortrag „Wahrheit und Rationalität“ untersucht.

Voriger Artikel
Sport hält auch im Alter jung
Nächster Artikel
Weniger Patentanmeldungen

Wolfgang Spohn

Quelle: PH

Göttingen. Spohn besetzt an der Universität Konstanz den Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie, unter besonderer Berücksichtigung der Logik, der Erkenntnistheorie und der Theorie der exakten Wissenschaften.

Zur Definition von Wahrheit kennt die Philosophie unterschiedliche Theorien. Spohn nennt zum Beispiel die Korrespondenztheorie, wonach Wahrheit sich aus der Übereinstimmung von gedanklicher Vorstellung zu einem Objekt und dem Objekt selbst ergibt. Gerade durch diese Definition wird deutlich, dass Wahrheit keinen bloßen Sachverhalt beschreibt, sondern dem Begriff eine Ebene des Erdachten zu Grunde liegt. Aber wie entsteht Wahrheit?

Durch fassbare Gründe, erklärt Spohn, „ihr Sinn ist es, dass sie uns zur Wahrheit führen.“ Gründe sind die Bausteine, auf denen das übergeordnete Wahrheitsgebäude fußt.

„Keine Überzeugungsänderung ohne Gründe“, sagt Spohn, und weist damit auf ein wesentliches Merkmal des gesamten  Konstruktes hin: es ist dynamisch. Gründe können sich verändern; sich verstärken oder sich abschwächen, oder unterschiedlich gewertet werden. Daraus geht hervor, dass auch Überzeugungen und das Bild von der Wahrheit zu revidieren  sind. Und diese Veränderung, findet Spohn, muss gegeben sein. Denn nur so sei es dem Menschen möglich, zu lernen.

Im nächsten Vortrag der Reihe „Philosophische Wintervorträge“ spricht  Prof. Holmer Steinfath  am Mittwoch, 21. Januar, über „Gutes Leben als Thema der Philosophie?“ um 18.15 Uhr im Alten Auditorium, Weender Landstraße 2, Hörsaal 11.

Von Daniela Lottmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger