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Preis für zwei MS-Forscherinnen

Thaler und Laurent entdecken wichtiges biologisches Prinzip Preis für zwei MS-Forscherinnen

Zwei Wissenschaftlerinnen aus München haben den Helmut-Bauer-Nachwuchsförderpreis für MS-Forschung 2015 erhalten: Mit der Prämierung der Arbeiten von Dr. Franziska Thaler und Dr. Sarah Laurent honoriert die Jury Forschungsergebnisse, die zur Entdeckung eines neuen biologischen Prinzips mit Bedeutung für die Multiple Sklerose (MS) geführt haben.

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Nervenzellen: Auflösung der Myelinscheide bei Multipler Sklerose.

Quelle: mp

Göttingen. Die Multiple Sklerose ist die häufigste Autoimmunerkrankung des Gehirns und Rückenmarks, die bereits im jungen Erwachsenenalter zur Behinderung führen kann. Verschiedene Zellen des Immunsystems sind an der Bildung der typischen Schädigungen in Gehirn und Rückenmark beteiligt. Sogenannte B-Lymphozyten oder kurz B-Zellen stehen dabei in den vergangenen Jahren zunehmend im Mittelpunkt der Multiple-Sklerose-Forschung. Therapien, die die B-Zellen im peripheren Blut entfernen, haben sich für die Behandlung der Multiplen Sklerose als äußerst wirksam erwiesen, teilte die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit.

S. Laurent

Quelle: EF

Die beiden Preisträgerinnen, Laurent und Thaler, haben sich in ihren Arbeiten im Detail mit dem Überleben von B-Zellen beschäftigt und die Regulation und Aktivierung von B-Zellen bei der Multiplen Sklerose weiter aufgeklärt. Das Überleben der B-Zellen wird durch drei Rezeptoren und zwei Liganden reguliert. Die Wissenschaftlerinnnen konnten in ihren Untersuchungen zur Regulation dieser Rezeptoren und Liganden lösliche Komponenten dieser Rezeptoren als potentielle Biomarker für die Erkrankung MS aufzeigen.

Sie fanden heraus, dass die löslichen Rezeptoren im Nervenwasser (Liquor) von MS-Patienten erhöht sind und mit der Immunglobulinproduktion im Liquor korrelieren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche löslichen Rezeptoren als Biomarker für die Beteiligung von B-Zellen bei der MS eine Rolle spielen.

F. Thaler

Quelle: EF

Die Arbeiten von Laurent und Thaler wurden mit jeweils 5000 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Der Preis erinnert an den Göttinger MS-Forscher Helmut Bauer (1914-2008), der von 1963 bis 1980 an der Neurologischen Klinik der UMG tätig war. Der Nachwuchspreis würdigt seit 2003 Forschungsarbeiten über die Ursachen und neue Behandlungsstrategien bei Multipler Sklerose, seit 2004 hat die UMG ein Institut für MS-Forschung.

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