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Göttingen Preisträger Wang Hui arbeitet in Göttingen
Campus Göttingen Preisträger Wang Hui arbeitet in Göttingen
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00:18 01.02.2018
Prof. Dr. Wang Hui Quelle: MatjazTancic
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Göttingen

Gemeinsam mit Prof. Dominic Sachsenmaier forscht Wang am Ostasien-Seminar und auf der Plattform für Globale und Transregionale Studien der Göttinger Uni zu den globalhistorischen Verflechtungen der modernen chinesischen Geschichte.

„Wang Hui zählt zu den einflussreichsten Intellektuellen Chinas“, erläutert Sachsenmaier. „Er betrachtet China nicht insular, sondern in weiteren globalen Zusammenhängen.“ Auf seinen historischen Studien aufbauend äußere sich Wang oftmals kritisch zu verschiedenen Facetten der Globalisierung und des Chinas der Gegenwart. Seine Arbeiten würden auch international stark wahrgenommen: „Das Magazin Foreign Policy zählte ihn 2008 zu den 100 einflussreichsten „public intellectuals“ weltweit“, teilt die Uni weiter mit.

Impulse für die Sinologie in Deutschland

Wang Hui, so die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, vertrete die These, dass die Moderne in China weder hinreichend mit westlichen Begrifflichkeiten noch aus der Sicht eines chinesischen Kulturalismus verstanden werden könne. „Von einer Kooperation zwischen Wang Hui und der Universität Göttingen werden nicht nur Impulse für die Sinologie in Deutschland erwartet. Sie soll zudem die hiesige Forschung zu Themen wie der Globalisierung oder dem Aufstieg Chinas insgesamt um eine chinesische Perspektive erweitern“, heißt es weiter.

Entwicklungen Chinas seit dem 18. Jahrhundert

Das Ostasiatische Seminar und damit auch verbunden das Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS) der Universität Göttingen sei eines der bundesweit größten Zentren zur Erforschung des modernen China, erläutert die Göttinger Universität. Die Wissenschaftler beschäftigten sich insbesondere mit den historischen, religiösen, sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Entwicklungen Chinas seit dem 18. Jahrhundert.

Die Wissenschaftler für den des Anneliese-Maier-Forschungspreis würden von Kooperationspartnern an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen nominiert, teilt die Alexander-von-Humboldt-Stiftung auf ihrer Internetseite mit. Mit dem Preisgeld werden Forschungskooperationen mit Fachkolleginnen und Fachkollegen in Deutschland für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren finanziert.

Preis für international herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftler

„Der Preis soll die Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland voranbringen und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert“, heißt es weiter. Die Verleihung des mit 250000 Euro dotierten Anneliese-Maier-Forschungspreises ist für den 12. September in Berlin geplant statt. Er werde „an international herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftler vergeben“, heißt es in einer Mitteilung der Uni.

Wang Hui wurde 1959 in der Volksrepublik China geboren, ist dort Professor an der Tsinghua University sowie Direktor des Institute for Advanced Studies in Humanities and Social Sciences und hatte Gastprofessuren in den USA, unter anderem in Stanford und Harvard, in Deutschland, Japan und Taiwan. 2013 erhielt er den Luca-Pacioli-Preis gemeinsam mit dem deutschen Soziologen Jürgen Habermas.

Von pug / Michael Brakemeier

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