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Private Hochschule untersucht Marketing per Push-Mitteilung

Kundenansprache per Push-Mitteilung Private Hochschule untersucht Marketing per Push-Mitteilung

Das Kundeninteresse und die Akzeptanz von Werbebotschaften sind mehr als doppelt so hoch, wenn sie in einer potentiellen Kaufsituation dargeboten werden. Dies zeigen die Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts zum Location-based Marketing an der PFH Private Hochschule Göttingen.

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Sinkendes Angebotsinteresse mit zeitlichem Abstand

Quelle: PFH Göttingen

Göttingen. Ziel des Projektes war die Untersuchung der Rolle von innovative Technologien zur Kundenansprache.

636 Teilnehmer hatten sich während der Projektlaufzeit eine für das Projekt entwickelte App auf Smartphone beziehungsweise Tablet installiert. In der Folge bekamen sie Push-Nachrichten zugesendet, und zwar entweder wenn sie sich gerade in einer potentiellen Kaufsituation befanden (kontextorientiert), oder eben zu einem späteren Zeitpunkt und unabhängig davon, wo sie sich gerade befanden.

An bundesweit rund 250 Standorten realisierte das Team nach Angaben der PFH mehr als 620 Location-based Marketing Kampagnen. Dr. Hans-Christian Riekhof, Professor für internationales Marketing an der PFH sowie der wissenschaftliche Mitarbeiter Stefan Brinkhoff, M.Sc und Doktorand an der Universität Göttingen, führten das Projekt zwischen Februar und Mai 2015 durch.

Diese Kampagnen deckten nahezu alle Geschäftsbereiche des Auftraggebers, der Volkswagen Financial Services AG, ab: Versicherungen, Mobilitätslösungen, Servicedienstleitungen und Finanzierung. Die Kundenansprache erfolgte an konzerneigenen Standorten wie Autohäusern und Bankfilialen, ergänzt durch frequenzstarke Orte wie Bahnhöfe und Flughäfen.

Bei einem zeitlichen Abstand von unter einer Minute nach Ausspielung eines Angebots per Push-Mitteilung bekundeten 73 Prozent der angesprochenen Teilnehmer ein Interesse. Dies war beispielsweise ein Finanzierungsangebot, welches die Projektteilnehmer im Autohaus bei der Besichtigung eines Fahrzeuges über die Forschungsapplikation erreichte.

Sichergestellt wurde die Präzision der Ausspielung der Push-Mitteilungen durch die verwendete App. Darüber kann der Kunde lokalisiert werden. So ist er beispielsweise vor einer Bankfiliale mit Hilfe von GPS über die App anzusprechen und anschließend beim Betreten der Bank zu erfassen.

"Das bedeutet eine völlig neue Dimension für die Marketingkommunikation", sagt Projektleiter Riekhof. "Das Targeting wird extrem präzise, weil es die Lokalisierung beziehungsweise den Kontext einbezieht. Location-based Marketing bedeutet dann nicht mehr, sondern weniger Werbebotschaften für den einzelnen Kunden, die aber größere Relevanz haben".

Für die werbenden Unternehmen hält Ko-Autor Brinkhoff eine hohe Sorgfalt für unabdingbar: "Im Vorfeld ist eine genaue Analyse der Kontextinformationen erforderlich, damit die Botschaften durch den Kunden als relevant wahrgenommen werden".

Weitere Informationen unter pfh.de/hochschule/
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