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Scheinstudenten?

Vergünstigungen durchs Studium Problem 
Scheinstudenten?

Als eingeschriebene Studenten profitieren sie bei Krankenkassen, Eintrittspreisen und Verkehrstickets. Vorlesungen besuchen sie nicht. Scheinstudenten gibt es an jeder Uni – auch in Göttingen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Das lohnt sich: Für Vergünstigungen müssen Studenten nur den Semesterbeitrag zahlen – in Göttingen aktuell 291,97 Euro. Die genaue Zahl der Scheinstudenten wird nicht erfasst und ist schwer zu ermitteln. Doch Zahlen der Konferenz der Fachbereiche Physik zeigen, dass beispielsweise im Bachelorstudiengang Physik in Deutschland 2014 rund ein Drittel der Erstsemester keine Kurse belegte. Im Sommersemester 2014 nahmen nur 29 Prozent der neu Immatrikulierten an Veranstaltungen teil.

Abbrecherquoten haben Folgen

Hohe Abbrechquoten hätten für Unis finanzielle Folgen, so Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. In Niedersachsen ist aber ein Teil des Geldes, das Unis erhalten, von der Studentenzahl abhängig. „Für viele Studiengänge sind Nachweise erforderlich“, sagt Romas Bielke, Pressesprecher der Uni Göttingen. Beispielsweise müsse das Bestehen von Modulen bis zum dritten Semester nachgewiesen werden.

„Die nehmen anderen Studenten nichts weg“

„Verzögerungen des Studiums können verschiedene Gründe haben“, sagt Bielke. Auch Student Jasper Mühlenbrock glaubt, dass viele Scheinstudenten das nicht bewusst planen. Er findet es moralisch in Ordnung. „Die nehmen anderen Studenten nichts weg“, sagt er. Schließlich würden sie sich meist in zulassungsfreie Studiengänge einschreiben.

Jura-Studentin Kristine Plank versteht die Gründe. Es müssten außerhalb des Studiums Alternativen geschaffen werden – zum Beispiel eine Art Semesterticket für Nicht-Studenten.

Von Hannah Scheiwe

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