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Prof. Reinhard Selten von Wirtschaftwissenschaften gewürdigt

Ehrendoktor für Nobelpreisträger Prof. Reinhard Selten von Wirtschaftwissenschaften gewürdigt

Der deutsche Nobelpreisträger Prof. Reinhard Selten, Jahrgang 1930, hat die Ehrendoktorwürde der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität erhalten.

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Gratulation: Ehrendokter Selten (r.) mit Dekan Schwager.

Quelle: CH

Für seine Forschungen auf dem Gebiet der Spieltheorie wurde Selten im Jahr 1994 der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen. „Nichts könnte besser belegen, wie bahnbrechend seine Forschung ist“, erklärt Universitätspräsident Prof. Kurt von Figura bei dem Festakt in der Aula am Wilhelmsplatz in Göttingen.

„Ohne diese konzeptionellen Grundlagen sähe meine Forschung völlig anders aus“, meint Prof. Robert Schwager in seinem Grußwort. „Vielleicht wäre ich gar nicht hier“, fügt er an. Der Dekan der Wirtschaftswissenschaften betont, dass durch Selten inzwischen die experimentelle Wirtschaftsforschung „neben der mathematischen Modellierung und der ökonometrischen Analyse nicht experimentell gewonnener Daten“ die dritte, zentrale Methode der Wirtschaftswissenschaften darstelle.

Laudatio in Esperanto

Die Laudatio trägt Prof. Claudia Keser vor, die bei Selten promovierte. Keser beginnt die Rede in Esperanto – durch die Esperanto-Bewegung lernte Selten seine Frau Elisabeth kennen. Auch veröffentlichte er einige seiner Werke in der Plansprache. Keser betont, dass Selten immer Zeit für Studierende und Kollegen gehabt habe. Seine Mitarbeiter hätten auch seine Gedichte und Zeichnungen von Mitarbeitern gesammelt. Das kürzeste Gedicht des Nobelpreisträgers und Ehrendoktors trägt Keser vor: „Utility futility“.

Selten studierte Mathematik in Frankfurt und beschäftigte sich nach seinem Diplom im Jahr 1958 gemeinsam mit Prof. Heinz Sauermann mit der Spieltheorie. Nach der Promotion und Habilitation in der Volkswirtschaftslehre und Professuren in Berlin und Bonn baute Selten 1984 ein Laboratorium für experimentelle Wirtschaftsforschung in Bonn auf. „Ich freue mich“, sagt Selten, „dass ich nun eine Verbindung zur berühmten und altehrwürdigen Universität Göttingen habe“.

Von fh

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