Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Exkursionen nach Athen und Gibraltar

Professor Werner Rutz organisiert Studienreisen Exkursionen nach Athen und Gibraltar

„Am meisten Spaß gemacht haben mir in meiner Zeit als Hochschullehrer die Studenten-Exkursionen in den Mittelmeerraum“, berichtet Prof. Werner Rutz (85). Seit seiner Pensionierung 1995 bietet der Göttinger sie einem breiten Publikum an. Daneben engagiert er sich in der Dr.-Walther-Liebehenz-Stiftung.

Voriger Artikel
Bananen machen Affen dick
Nächster Artikel
Winzige Proteine sichtbar machen

Professor Werner Rutz: Seit seiner Pensionierung organisiert er Studienreisen.

Quelle: Heller

Göttingen. Mallorca, Kreta, Zypern: Viele Mittelmeer-Inseln hat Rutz in den vergangenen Jahren mit jeweils 15 bis 20 interessierten Bürgern bereist. Im März 2017 bietet er die einwöchige Studienreise „Athen mit den Augen eines Städteplaners“ an. Danach erkundet er mit einer zweiten Gruppe für eine Woche die Insel Ägina im Saronischen Golf. Einige Monate später stellt er auf seiner voraussichtlich letzten Reise Gibraltar vor. Veranstalter ist jeweils die Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

„Das nötige Wissen habe ich mir in meiner Zeit in Bochum angeeignet, wo ich bis zu meiner Pensionierung 25 Jahre lang als Wissenschaftlicher Rat und Professor tätig war“, erzählt Rutz. Von 1982 bis 1995 bot er Studenten einmal jährlich eine 14-tägige Exkursion an. Geforscht hat er über die Geographie Mitteleuropas und Indonesiens. Über den südostasiatischen Inselstadt verfasste er zwei dicke Bände, einen über die Städte des Landes und einen über die Verkehrserschließung der Inseln.

Mit Eintritt in den Ruhestand kehrte der gebürtige Berliner 1997 nach Göttingen zurück. Dorthin war er 1953 als Flüchtling aus der damaligen DDR gekommen. Rutz hat an der Universität Geographie, Völkerkunde und Geologie studiert. In dieser Zeit gewann er in seinem Kommilitonen Walther Liebehenz einen Freund fürs Leben. Nach dessen Tod gründete Maria Liebehenz 1994 die nach ihrem Mann benannte Stiftung. Rutz übernahm 1997 den Vorsitz im Stiftungsrat. „Mit den Erträgen fördern wir die besten Nachwuchskräfte der Fächer Völkerkunde, Ur- und Frühgeschichte sowie der Kulturgeographie“, erläutert er.

Nach dem Tod von Maria Liebehenz im Jahr 2005 erweiterte der Stiftungsrat im Einklang mit dem letzten Willen von Liebehenz den Stiftungszweck auf andere Fächer der Philosophischen Fakultät. Die Stiftung zeichnet seither Göttinger Doktorarbeiten aus, die von Ausländern in hervorragendem Deutsch verfasst sind. Preise gibt es zudem für bundesweit beste Abschlussarbeiten in kleinen geisteswissenschaftlichen Fächern wie Altamerikanistik, Musikethnologie oder Turkologie. 200 Euro erhalten schließlich die besten Abiturienten aus dem Einzugsgebiet der Universität Göttingen. „In den vergangenen zehn Jahren hat die Stiftung 250000 Euro ausgeschüttet“, sagt Rutz. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus könnten sie derzeit nur noch 10000 Euro pro Jahr verteilen.

Informationen zu den Reisen: Auslandsgesellschaft NRW, Tel. 0231/83800-48, agnrw.de.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Göttinger Alzheimer-Zentrum