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Professoren protestieren gegen Polizeieinsatz

Offener Brief Professoren protestieren gegen Polizeieinsatz

An der Jawaharlal-Nehru-Universität in Neu-Delhi kontrolliert die Polizei den Campus. Nach einer regierungskritischen Rede wurde ein Student am 10. Februar verhaftet. Göttinger Professoren fordern die Wiederherstellung der Autonomie an der indischen Partneruniversität der Georgia Augusta.

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Das Kongresszentrum der Jawaharlal-Nehru-Universität.

Quelle: EF

Göttingen. Die akademische Freiheit sei ernsthaft bedroht, heißt es in dem Brief, der von Ravi Ahuja, Patrick Eisenlohr, Srirupa Roy und Rupa Visnawath unterzeichnet wurde. Die vier Professoren arbeiten alle am Centre for Modern Indian Studies (CeMIS) der Universität Göttingen. Außerdem wird am Dienstag eine Studierendenversammlung zu diesem Thema am CeMIS stattfinden. Zwischen dem CeMIS und der Jawaharlal-Nehru-Universität (JNU) herrscht ein reger Austausch von Studierenden und Lehrenden. 

Ein Austausch, der nun möglicherweise in Gefahr ist. Der Campus der JNU sei im Belagerungszustand, wie es die Göttinger Professoren in ihrem Brief schreiben. Der Polizeiapparat werde genutzt, um widersprüchliche Meinungen zu unterdrücken. Im Brief, der an den Vize-Kanzler der JNU gerichtet ist, wird schließlich die Wiederherstellung der institutionellen Autonomie der Universität gefordert.

Auslöser war eine Rede von Kanhaiya Kumar, Präsident einer Studentenvereinigung, in der er sich gegen die rechtskonservative und hindu-nationalistische Regierungspartei BJP stellte und demokratische Rechte einforderte. Einen Tag später wurde Kumar verhaftet. Ihm wird die Teilnahme an einer Demonstration vorgeworfen, bei der Parolen gegen die Regierung gerufen worden. Seitdem streiken die Studierenden und veranstalten Teach-Ins zur Situation im Land und zur Rolle des Nationalismus.

Die JNU gilt als sehr politische Universität, die Studierenden pflegen ein offenes Verhältnis zu den Dozenten, was der rechten Regierung möglicherweise ein Dorn im Auge ist, mutmaßen ehemalige Studenten. 

Die aktuelle Situation an der JNU dauert seit fast zwei Wochen an. Studentenvertreter Kumar befindet sich weiterhin in Haft. bk

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