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Göttingen Dozenten legen in sechs Göttinger Clubs auf
Campus Göttingen Dozenten legen in sechs Göttinger Clubs auf
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13:22 25.05.2018
Die Mediziner feiern im Savoy: Privatdozent Sven Thoms am DJ-Pult. Quelle: Christoph Mischke
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Göttingen

Party-Nacht in der City: 25 Professoren und Dozenten der Universität Göttingen stehen in sechs Locations hinter dem DJ-Pult und präsentieren ihre CD-Sammlungen. Unter dem Motto „Feiern für den guten Zweck“ haben der Rotaract Club Göttingen und der LEO Club Gutingi Göttingen am Donnerstag zu Profs@Turntables geladen.

Erlös für gemeinnützige Projekte

Es ist 21.30 Uhr, die Clubs öffnen ihre Türen für ein feierwütiges Publikum. Viele Besucher haben bereits im Vorverkauf für fünf Euro ihr neongelbes Armband erworben, das ihnen den Zugang zu den Clubs ermöglicht. Für einen Zweier mehr gibt es die Bändel aber auch an den Abendkassen.

Alle Erlöse, versprechen die Veranstalter, würden an gemeinnützige Projekte gespendet. In diesem Jahr sind es laut der Veranstaltungs-Homepage der Verein Flügelschlag für neurologisch kranke Kinder, die Kinderorthopädie der Universitätsmedizin für „Kleine Rücken brauchen Hilfe“ sowie der Elternverein „Gekko“, der seit 17 Jahren Unterstützung für herzkranke Kinder und deren Angehörige leistet.

Tanzwütige drehen durch

Vor dem Savoy hat sich eine kleine Schlange gebildet, und um die Ecke zeugen Bier-, Sekt- und Schnapsflaschen vom Vorglühen der Partypeople. Auf dem Mainfloor, wo die Mediziner feiern, bemüht sich Privatdozent Sven Thoms die Gäste auf die Tanzfläche zu bekommen, was um diese Uhrzeit nur leidlich gelingt. Ein Stockwerk tiefer, im Vee-Club, wo die Wirtschaftswissenschaftler Party machen, ist Professor Matthias Schumann schon einige Stimmungsstufen weiter. Bereits zu Beginn seines Sets, bei „Eye of the Tiger, drehen die Tanzwütigen durch. Der Mitgröl-Pegel steigt linear an, erst „Hangover“, dann „Rhythm of the night“. Wenn’s mal nicht so läuft, ruft Schumann ein beinahe schüchternes „lauter“ in sein Mikro und, schwupps: „don’t you worry, don’t you worry now, yeah“ der Swedish House Mafia, kommt fett vom Dancefloor zurück.

Amtliches Rock-Set

Um halb Elf ist im Exil bereits volle Hütte. Hier feiern die Naturwissenschaftler bei einem amtlichen Rock-Set, das Mathematikerin Dorothea Bahns als erste von fünf Profs abfeuert. Sichtlich vergnügt bedient sie die Regler. Kracher von K’s Choice, Green Day“ und den Ärzten verfehlen ihre Wirkung nicht, und die Tanzfläche bleibt gut gefüllt. Besucher aus dem benachbarten Alpenmax kommen vorbei, da die Stimmung nebenan „derzeit nicht so doll“ sein soll. Im Freihafen und im darüber liegenden EinsB in der Nikolaistraße feiern die Juristen. Uwe Murmann, ehemaliger Staatsanwalt und Strafrichter in Berlin, hat ebenfalls seine Lieblings-CDs mitgebracht. „Ich bin flexibel“, sagt er und nimmt kurz die Kopfhörer von den Ohren, „Hauptsache, die Leute tanzen“. Und das tun sie, zu AC/DCs „Decibel“ genauso wie zu Grönemeyers „Männer“. Shots sind heute im Angebot, und ein Mix aus Whisky und Zimtlikör erfreut sich bei den Party-Cliquen großer Beliebtheit.

25 Doktoren, Professoren und Dozenten der Uni Göttingen legen in sechs Clubs ihre Lieblingshits auf. So war die Partynacht.

Hauptsache, es groovt

Eine Etage höher, im EinsB, hat Jura-Professor Rüdiger Krause leichtes Spiel mit den Gästen. Sein Mix aus Latin, Soul und Funk geht direkt ins Tanzbein, auch bei ihm selbst hinter dem DJ-Pult. „Hauptsache, es groovt“ scheint sein Motto zu lauten. Als er um 23.45 Uhr an seinen Kollegen Till Patrik Holterhus übergibt, schallen ihm „Rü-di-ger, Rü-di-ger“-Rufe vom Dancefloor entgegen. Eine Zugabe gibt es aber nicht, denn zwei Profs haben hier ihr Set noch vor sich. „Eben noch in New York und London, und heute für euch im EinsB“, wird der „neue Stern am DJ-Himmel“ angekündigt. Das verspricht noch eine lange Partynacht mit den Profs@Turntables.

Profs@Turntable im Mai 2017: So war die Party.

Bilder, Video und Text aus dem Jahr 2016.

Auch 2015 haben Studis und Profs gemeinsam gefeiert. Hier der Bericht.

Von Christoph Mischke

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