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Raumsonde Dawn erreicht Umlaufbahn von Zwergplanet Ceres

Geschichtsforschung im Weltall Raumsonde Dawn erreicht Umlaufbahn von Zwergplanet Ceres

Nach etwa zweieinhalbjährigem Flug durch den Asteroidengürtel soll die Nasa-Raumsonde Dawn am Freitag den Zwergplaneten Ceres erreichen. Zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter zieht der kleine Planet seine Bahnen um die Sonne.

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Ceres

Quelle: EF

Göttingen. Wenn das Schwerefeld des Zwergplaneten das Raumschiff einfängt, bleibt es auf einer Umlaufbahn. Damit beginnt eine mindestens bis Mitte nächsten Jahres währende Rundum-Überwachung. Bereits 2011 nahm die Raumsonde den Asteroiden Vesta ins Visier und begleitete ihn mehr als ein Jahr lang. Dawn ist damit das erste Raumschiff in der Geschichte, das nacheinander zwei Körper umkreist, teilte das Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung mit.
„Ceres genau zu untersuchen, ist wie eine Art Geschichtsforschung im Weltall“, sagt Jim Green, Direktor der Planetary Science Division der NASA. „Daten, die Dawn zur Erde schickt, könnten entscheidend dazu beitragen zu verstehen, wie das Sonnensystem entstand.“ Seit Januar liefert Dawn Bilder des Zwergplaneten, die in ihrer Auflösung alle bisherigen Aufnahmen übertreffen. Die Raumsonde ist ausgestattet mit einem wissenschaftlichen Kamerasystem, das unter Leitung des MPS entwickelt wurde und von dort betrieben wird.

Neben zahlreichen Kratern, von denen sich auffällig viele mit einem imposanten Zentralberg schmücken, finden sich auf  Ceres‘ Oberfläche vereinzelte helle Flecken. „Strukturen dieser Art kennen wir von keinem anderen Körper im Asteroidengürtel“, sagt Dr. Andreas Nathues vom MPS, wissenschaftlicher Leiter des Kamerateams. Da diese Bereiche mehr als 40 Prozent des einfallenden Lichts reflektieren, halten die Forscher es für möglich, dass sie gefrorenes Wasser oder Salze enthalten. Anfang vergangenen Jahres hatte das Weltraumteleskop Herschel Wasserdampf in der Umgebung von Ceres entdeckt. Einige Wissenschaftler vermuten deshalb, dass der Zwergplanet Wasser aus seinem Innern ins All emittiert. In den nächsten Wochen wollen die MPS-Wissenschaftler die Flecken genau beobachten und überwachen, ob sie sich möglicherweise im Laufe der Zeit verändern. Dies könnte ein Anzeichen für  Aktivität sein. Die zu erwartenden Aufnahmen sollen somit klären, ob sich auf der Oberfläche von Ceres Anzeichen geologischer Aktivität finden. jes

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