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Rechtsmediziner Berg gestorben

Untersuchungsmethoden eingeführt Rechtsmediziner Berg gestorben

Der ehemalige, langjährige Direktor der Abteilung Rechtsmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen, Prof. Steffen Berg, ist am 22. Januar gestorben. Berg leitete die Abteilung Rechtsmedizin von 1966 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1989. Für seine Verdienste um die Rechtsmedizin wurde er 1991 mit der Albrecht-von-Haller-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Medizinischen Fakultät, geehrt.

Berg wurde am 27. September 1921 in Düsseldorf geboren und studierte Medizin und Biologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1964 habilitierte sich Berg und nahm 1966 einen Ruf zum ordentlichen Professor auf den Lehrstuhl für Gerichtliche Medizin der Georg-August-Universität Göttingen an. Gleichzeitig übernahm er die Leitung des damaligen Instituts für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik der Universität Göttingen.

Berg etablierte in Göttingen physiologische, biochemische und histochemische Methoden in der Gerichtsmedizin. So entstanden biochemische Untersuchungsmethoden des Blutes von Toten, mit denen nun zwischen gewaltsamer und nicht-gewaltsamer Todesursache unterschieden werden konnte. Außerdem führte er ein Verfahren zur Bestimmung des Wundalters und von postmortalen Liegezeiten ein.

Unter dem Vorsitz von Rechtsmediziner Berg wurde eine der ersten Ethikkommissionen Deutschlands in Göttingen eingerichtet. Als Wissenschaftler und Lehrer hat Berg eine breite Öffentlichkeit angesprochen: So 1981 mir Untersuchungen zur Liegezeit von Knochen in dem Buch „Der Archäologe und der Tod“, mit dem ihm ein beachteter fachlicher Brückenschlag zur Archäologie gelang.

eb

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