Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Regionale Folgen des Klimawandels

Klima Regionale Folgen des Klimawandels

Für den neuen Forschungsverbund „Klimafolgenforschung“ stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in den nächsten fünf Jahren 13,6 Millionen Euro bereit. Leiter des Verbundes ist der Göttinger Prof. Friedrich 0. Beese.

Voriger Artikel
Religiöses Leben von Minderheiten
Nächster Artikel
Kinderherzen bei Muskelschwund schützen

Klimaempfindliche Region Harz: Forschungsverbund will Anpassungsstrategien entwickeln.

Quelle: dpa

In Niedersachsen ist die mittlere Jahrestemperatur in den letzten 50 Jahren bereits um 1,4 Grad Celsius gestiegen; Modelle prognostizieren mildere und feuchtere Winter sowie heiße und trockene Sommer. Der Meeresspiegel wird nach neuen Berechnungen mindestens um etwa einen halben Meter steigen. Forscher sind sich einig, dass die Auswirkungen des Klimawandels das Küsten- und Agrarland Niedersachsen in mehrfacher Hinsicht treffen werden. Genaue Szenarien für den Klimawandel und seine regionalen Folgen gibt es bislang aber noch nicht. Das Niedersäsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat daher einen den neuen Forschungsverbund „Klimafolgenforschung - Szenarien für die Klimaanpassung“ (KLIFF) berufen und stellt dafür in den kommenden fünf Jahren bis zu 13,6 Millionen Euro zur Verfügung. 

Der Forschungsverbund wird von Prof. Friedrich O. Beese von der Universität Göttingen geleitet. Beese ist Direktor des Forschungszentrums Waldökosysteme, das  die Prozesse von Waldökosystemen und ihre Beeinflussung durch Umweltfaktoren auf lokaler Ebene untersucht. Arbeitsschwerpunkt des Instituts  ist die Datenanalyse.

Veränderungen bewerten

Weitere federführende Einrichtungen im Verbund sind die Leibniz Universität Hannover, die Technische Universität Braunschweig, die Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, die Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. 

Beteiligt sind Wissenschaftler von 21 Universitäten und Forschungseinrichtungen. Die Projektanträge wurden durch eine hochrangige Gutachtergruppe der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) ausdrücklich positiv bewertet.

Die Forschungsarbeiten werden die Themen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Küstenschutz abdecken. Für diese Bereiche wollen die Wissenschaftler in interdisziplinären Arbeitsgruppen Methoden erarbeiten, mit denen die zu erwartenden Veränderungen erfasst und bewertet werden können. Gemeinsam mit Partnern aus der Praxis sollen die Ergebnisse zu Anpassungsstrategien verarbeitet und in die räumliche Planung umgesetzt werden. Die Methoden werden exemplarisch in klimaempfindlichen Regionen in Niedersachsen erarbeitet: im Einzugsgebiet der Leine und Aller mit den Naturräumen Harz und Heide sowie im Küstenraum.

                                                                                                                              Von chb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Amnesty-Protest auf dem Campus