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Reprogrammierung im Labor, Erkundung am Modell

Nacht des Wissens Reprogrammierung im Labor, Erkundung am Modell

Farbige Aufnahmen der besonderen Art zeigt das DFG-Forschungszentrum Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB). Wissenschaftler am Exzellenzcluster erforschen Funktionsweisen von Nervenzellen im Gehirn mithilfe von bildgebenden Technologien.

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Begehbar: ein Modell des menschlichen Herzens.

Quelle: UMG

Eine Auswahl der Aufnahmen stellen sie aus.  Zu sehen sind zum Beispiel Nervenfaserbündel, die die Hälften des menschlichen Gehirns miteinander verbinden,  und Nervenzellen in einem Mäusegehirn, verrät Heike Benecke vom CNMPB.
Fast 40 Informationsveranstaltungen sind für die Nacht des Wissens im Universitätsklinikum vorbereitet. Unter anderen stellen sich die Neurowissenschaften, die Kardiologie, Onkologie, das Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin  und die Pathologie vor.  Zum Programm gehören auch verschiedene Mitmach-Angebote.

Eine „Gehirn-Safari“ etwa kündigen Mitarbeiter der Klinischen Neurophysiologie und des Schlaflabors an. Sie haben unter anderem „Nervenspiele“ und Magnetsimulationen vorbereitet. „Sinnesexperimente“ von Medizinern wiederum sollen zeigen, wie Sinnesinformationen genau verarbeitet werden.

Drei Vorträge beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema. Prof. Tobias Moser und Dr. Alexander Meyer  aus der Abteilung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Prof. Tim Gollisch, Abteilung Augenheilkunde, geben Antwort auf die Frage „Hören – Sehen – Riechen: Wie funktioniert es?“  
Prof. Borwin Bandelow gilt als internationaler Experte für Angsterkrankungen. Er hält einen Vortrag mit dem Titel „Erdnussbutter und Säbelzahntiger – was uns alles Angst machen kann“. Bandelow ist kommissarischer Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uni Göttingen.

Mit sieben Angeboten ist die Kardiologie vertreten. Besucher können beispielsweise ein begehbares Herz-Modell  erkunden oder mithilfe von Ultraschall-Aufnahmen Einblicke in das schlagende Herz gewinnen.

Über Herzmuskelzellen, die aus menschlichen Haaren gewonnen wurden, informieren Forscher der Abteilung Kardiologie und Pneumologie in einer Labor-Demonstration. Dr. Kaomei Guan-Schmidt leitet die 18-köpfige Forschergruppe. Ihr Team, erklärt sie, „reprogrammiert“ Zellen zu embryonalen Stammzellen und kultiviert diese zu Herzmuskelzellen. Sechs Wochen dauere es, so Guan-Schmidt, bis eine Haarzelle zu einer embryonalen Stammzelle reprogrammiert sei. In der Nacht des Wissens können Besucher unter dem Mikroskop Haarzellen, Stammzellen und Herzmuskelzellen anschauen. 

Auch die Onkologie ermöglicht den Blick unters Mikroskop. Zusätzlich informieren unter anderem Vorträge über Krebserkrankungen und -therapien. 

Es werden außerdem Führungen durch die Geburtshilfliche Sammlung angeboten. Die Sammlung gehört zur Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin und informiert über die Historie der akademischen Geburtsmedizin. Geburtszangen, Gebärstühle und Wachsmodelle mit anatomischen Darstellungen der Frau befinden sich unter den Exponaten. Teile der Sammlung waren bereits auf der Schau „Dinge des Wissens“ zu sehen.

Ebenso wie Stücke aus der Sammlung Heinz Kirchhoff. Der frühere Direktor der Universitäts-Frauenklinik trug figürliche Darstellungen von Frauen aus allen Zeitepochen und Regionen der Welt zusammen. Auch diese Sammlung kann in der Nacht des Wissens besichtigt werden.

Das vollständige Programm der Nacht des Wissens mit Stadtplan und Raumangaben ist abrufbar unter  ndw.uni-goettingen.de.

Von Telse Wenzel

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Nacht des Wissens

Eine Nacht des Wissens hat die Universität zum Abschluss des 275 Jubiläumsjahres organisiert.  Am Sonnabend, 24. November, stellen sich von 17 bis 24 Uhr mit mehr als 200 Veranstaltungen die 13 Fakultäten, die Sammlungen und Bibliotheken sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vor. In Teil vier geht es um die Veranstaltungen in der Innenstadt.

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