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„Trump kann nicht gewinnen“

Ron Brownstein in Göttingen „Trump kann nicht gewinnen“

Das Fazit dieses Abends ist eindeutig: „Trump kann nicht gewinnen“, sagt der amerikanische „The Atlantic“-Journalist Ronald Brownstein. Vor etwa 200 Besuchern sprach der charismatische Redner aus Los Angeles in der Göttinger Paulinerkirche zum Thema „Who Will Win the Race to the White House?“.

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Analysiert nicht nur bei CNN, sondern auch in Göttingen den US-Präsidentschaftswahlkampf: Ron Brownstein.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Damit machte Brownstein, der bekannt für seine Wahlkampfanalysen unter anderem bei CNN ist, den Auftakt zur Vortragsreihe „The Battle for the White House“ des Instituts für Demokratieforschung, die Perspektiven auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 aufzeigen will.

Wie wichtig Medien für den US-Wahlkampf sind, betonte US-Generalkonsulin Nancy Corbett in ihrem Grußwort: „Präsidentschaftswahlen sind undenkbar ohne Medien – und ohne Ronald Brownstein“. Sie versprach nicht zu viel: Scharfsinnig und rhetorisch überzeugend analysierte Brownstein die Schlüssel zum Verständnis des Wahlkampfes und die zu erwartenden Folgen. Die wirtschaftliche Frustration und der demografische Wandel in dem riesigen Land seien zentral für das Verständnis der US-Wahlen, so Brownstein. „Noch vor 15 Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, dass Donald Trump und Bernie Sanders so weit kommen“, sagt der zweifache Pulitzerpreis-Finalist.

Der Wahlkampf sei geprägt durch eine Revolution der Kommunikation. „Jedes Mal, wenn Trump im Bett liegt und etwas twittert, erreicht er damit sieben Millionen Menschen“, sagt er. Dabei schafft Brownstein es mit seinem Sarkasmus, das Publikum zum Schmunzeln zu bringen. So auch, wenn er die Verteilung der Stimmen von Republikanern und Demokraten erklärt: „Die Republikaner gewinnen jeden Staat mit einer Kuh darin“.

Termine

Bei der nächsten Veranstaltung der Vortragsreihe wird Historiker David W. Farber am Donnerstag, 19. Mai, ab 18 Uhr im Adam-von-Trott-Saal der Alten Mensa, Wilhelmsplatz 1, zum Thema „American Conservatism: Fear and Anger in the Making of the Modern Republican Party“ sprechen. Unter dem Hashtag #USWahlGÖ können Besucher wieder live mitsidkutieren.

Am Beispiel der Homosexuellen-Rechte erklärt Brownstein, wie die Mehrheit der Amerikaner am Ende der Wahlen votieren wird: Sie werden das Land nicht wieder „great again“, also „wieder großartig“, machen wollen. Sie werden Trumps Wahlkampfspruch, mit Blick auf eine bessere Vergangenheit, nicht unterstützen. „Kein homosexuelles Paar wird sagen: ‚Damals war es besser‘“, so Brownstein.

Trumps Erfolgsrezept liege darin, dass er nicht versuche, bisher unerreichte Gruppen zu überzeugen, sondern dass er versuche „noch mehr Konservative zu mobilisieren“. Das werde am Ende nicht aufgehen: „Trump kann nur gewinnen, wenn er genug konservative Nicht-Wähler mobilisiert“, sagt Brownstein. Daran glaube er nicht. Trotzdem zeige Trump mit seinem Erfolg auf, was für ein großes Publikum er anspreche.

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Wie Trump sei Demokrat Bernie Sanders bei der Arbeiterklasse sehr erfolgreich gewesen, vor allem bei Wählern unter 30. Am Ende habe er es nicht geschafft, die Gesamtheit der Demokraten zu erreichen. Auch wenn es ein brutaler Wahlkampf werde, werde Hilary Clinton am Ende das Rennen machen, so Brownsteins Prognose – „weil sie auf die Veränderungen in der Gesellschaft eingeht“.

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Vortrag von Ronald Brownstein
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Auch wenn es ein brutaler Wahlkampf wird, am Ende wird Republikaner Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl nicht gewinnen, so die Meinung von "The Atlantic"-Journalist Ronald Brownstein. 

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