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Rosetta-Mission: Sonde auf dem Kometen Tschuri benötigt Sonnenenergie

Wo ist das Minilabor „Philae“? Rosetta-Mission: Sonde auf dem Kometen Tschuri benötigt Sonnenenergie

„Philae“, bitte melden: Rund 360 Millionen Kilometer von der Erde entfernt hat am Freitag der dritte Versuch einer Kontaktaufnahme mit der verstummten Landesonde auf dem Kometen Tschuri begonnen.

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Landesonde Philae: Das Minilabor benötigt Sonnenenergie, um seine Batterien aufzuladen.

Quelle: AFP

Köln. Die Kommunikationseinheit der Muttersonde „Rosetta“ wurde erneut eingeschaltet und horcht nun bis mindestens zum 17. Mai auf Signale des „Philae“-Minilabors auf der Kometenoberfläche, wie eine Sprecherin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln auf Anfrage mitteilte. Zuvor waren zwei Kontaktversuche mit „Philae“ im März und April ergebnislos geblieben.

„Philae“ hatte sich am 12. November planmäßig von der europäischen Kometensonde „Rosetta“ gelöst und war auf die Oberfläche ihres Zielkometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko herabgesunken, den Wissenschaftler Tschuri nennen.

Allerdings kam die kühlschrankgroße „Philae“-Sonde, die vom Lander Control Center des DLR in Köln gesteuert wird, erst nach zwei Hüpfern und der leichten Berührung eines Felsbrockens abseits des ursprünglich vorgesehenen Landeplatzes zum Stehen.

Da sie dort zu wenig Sonnenenergie erhält, waren ihre Batterien bereits nach gut zwei Tagen wissenschaftlicher Arbeit erschöpft. Weil der Komet aber derzeit weiter auf die Sonne zu rast, erhält „Philae“ nun mehr Energie – die Forscher hoffen daher, dass die Sonde bald wieder aufwacht.

„Philae“ ist das erste von Menschen geschaffene Gerät, das sanft auf einem Kometen gelandet ist. Nach zehnjähriger Reise durch das Sonnensystem hatte die „Rosetta“-Sonde mit „Philae“ huckepack im August 2014 den Kometen erreicht. Seither umkreist die Muttersonde „Rosetta“ den Kometen in einer Umlaufbahn.

 rh/ul

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