Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Universitätsmedizin: Kritik an Vorschlag von Althusmann
Campus Göttingen Universitätsmedizin: Kritik an Vorschlag von Althusmann
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:21 06.09.2017
Das Universitätsklinikum Göttingen Quelle: Christina Hinzmann
Hannover /Göttingen

Die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta hat den CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann scharf kritisiert. Der „CDU Vorschlag einer Übertragung der Universitätsklinik Göttingen in die Zuständigkeit des Sozialministeriums ist bemerkenswerter Unsinn zum Nachteil der UMG“, sagte die Abgeordnete am Mittwoch.

Althusmann, CDU-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Niedersächsischen Landtagswahl, stellte den CDU-Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers als Mitglied seines Schattenkabinetts vor für das Ressort Soziales. Dabei erklärte er am Dienstag, dass künftig nicht mehr das Wissenschaftsministerium, sondern das Sozialministerium für die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Uniklinik Göttingen zuständig sein soll. Dadurch sollten geplante Bauvorhaben besser geplant und schneller realisiert werden, begründete Althusmann den Vorschlag.

„Die Einheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung bildet das Fundament für den großen Erfolg der Universitätsmedizin Göttingen“, erklärte dagegen Andretta. Sie betonte, die CDU müsse wissen, dass es in einem Integrationsmodell wie der UMG keinen gesonderten Universitäts- oder Klinikumsteil mehr gebe. Andretta: „Es gibt nur eine Hochschulmedizin.“

Auch der Vorschlag, die Fachaufsicht über die Forschung beim Wissenschaftsministerium zu belassen, laufe ins Leere. Die Universität sei eine selbstständige Stiftung, über die das Land nur die Rechtsaufsicht ausübe. Sollte die Ankündigung der CDU umgesetzt werden, müsse das Klinikum aus der Stiftung herausgelöst werden. Einen Vorteil könne sie in der Zerschlagung des Integrationsmodells nicht erkennen. Auch die CDU habe keinen Vorteil genannt. Nach Ansicht von Andretta besteht bei der Universitätsmedizin Göttingen „Für Veränderungen besteht absolut kein Anlass“ bei der Universitätsmedizin Göttingen nach Ansicht von Andretta. jes/dpa

Von Angela Brünjes

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Universitätsmedizin Göttingen hat an der Robert-Koch-Straße ein Forschungsgebäude fertiggestellt. In dem Neubau, den die Universitätsmedizin für 11,3 Millionen Euro in zweijähriger Bauzeit errichtete, untersuchen Forschergruppen verschiedener Institute die Ursachen von Herzerkrankungen.

09.09.2017
Göttingen Suchhund spürt seltene Käfer auf - Tildas feine Nase

Die Niedersächsischen Landesforsten haben mit Hilfe eines Suchhundes ein neues Vorkommen des seltenen Eremit-Käfers in ihren Wäldern nachgewiesen. Die Göttinger Forststudentin Svenja Schmidt suchte für ihre Masterarbeit hunderte Bäume im Solling mit ihrer Irish Terrier Hündin Tilda ab.

Christiane Böhm 05.09.2017
Göttingen MPI für biophysikalische Chemie - Protein Aktin trennt Chromosomen

Säugetier-Eizellen sind anfällig für Fehler. Passieren sie, kann dies zu Fehlgeburten oder Chromosomen-Anomalien wie dem Down-Syndrom führen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie in Göttingen haben gezeigt, dass das Strukturprotein Aktin vor solchen Fehlern schützt.

04.09.2017