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Schüler aus aller Welt am Xlab

International Science-Camps erstmals mit Alumni-Treffen Schüler aus aller Welt am Xlab

Sie kommen aus London, New York und Singapur. Drei Wochen lang arbeiten sie unter Anleitung erfahrener Wissenschaftler im Xlab, dem Göttinger Experimentallabor für junge Leute. Am Sonnabend präsentierten die Teilnehmer des International Science Camp auf dem Faßberg ihre Ergebnisse.

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Pingchuan Ma (21) aus China

Quelle: Dräger

Göttingen. "Ich habe Daten des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung über Kometen ausgewertet“, berichtet Pingchuan Ma (20) aus China. Mit Astrophysik beschäftigte sich auch Ivan Salvador (17) aus Spanien. Jeweils drei Wochenkurse haben die 18 Schüler besucht. Sie konnten sie unter sechs Angeboten auswählen. Neben Astrophysik ging es um Anatomie und Immunbiologie, Anorganische Analytik und die Chemie pharmazeutischer Komponenten sowie Neurobiologie. Unterrichtssprache ist Englisch.

Der interdisziplinäre Ansatz des Camps wie auch des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie auf dem Faßberg, wo das Symposium stattfand, begeistert Danica Despotovic (23). Die serbische Elektroingenieurin von der Universität Belgrad machte 2012 als Schülerin beim Camp mit. Am Wochenende war sie wieder in Göttingen. Erstmals waren Almuni zum Symposium zugelassen. 15 nutzten die Gelegenheit. Einige, darunter Despotovic, hielten Vorträge.

Frau Dr. Barbara Ritter, XLAB-Dozentin (Dozentin Kurs Anorganische Chemie)

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„Ich habe in Göttingen das erste Mal in einem Labor gestanden“, erzählt Alumna Anna-Lena Steckelberg (31). Vor 13 Jahren war sie beim ersten Camp, das Xlab-Direktorin Prof. Eva-Maria Neher organisierte, mit dabei. Heute ist die Biochemikerin Postdoc-Wissenschaftlerin an der Universität Colorado Denver in den USA. „Die drei Wochen in Göttingen haben mir damals den Push gegeben, Wissenschaftlerin zu werden“, erzählt sie. Faszinierend sei die gemeinsame Arbeit mit jungen Menschen aus aller Welt gewesen, die die gleiche Leidenschaft für Naturwissenschaften teilten.

„In der Schule ist der Unterricht oft langweilig“, ergänzt Zhenjie Low (21) aus Singapur. Sie kam 2013 mit Klassenkameraden nach Göttingen, um ein Sommerschulprogramm des Xlabs zu absolvieren. Noch heute schwärmt sie von den „coolen Geräten“, mit denen sie damals arbeiten durfte. Elektrische Messungen an Nervenzellen habe sie durchgeführt, erinnert sie sich. Heute studiert Low, die sich an mehreren britischen Universitäten beworben hat, in London Biomedizin.

Beim Camp mitmachen durfte auch Hasan Maleki (20), ein Flüchtling aus Afghanistan. Er ist in seiner Heimat nur acht Jahre zur Schule gegangen, spricht kaum Englisch und nur gebrochen Deutsch. „Er hat aber im Labor vieles intuitiv verstanden“, sagt Joachim Rosenbusch, der Xlab-Dozent für Anatomie. Der ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer hat Maleki mitgebracht.

Alumni-Netzwerk weiter stärken

Die weltweite Elite von Morgen will Prof. Eva-Maria Neher, Gründerin und Direktorin des Xlabs – Göttinger Experimentallabor für junge Leute, nach Südniedersachsen holen. Weltweit hält sie Vorträge, um ihre Einrichtung vorzustellen. Um den Kontakt zu Ehemaligen zu halten, entstand 2006 eine Alumni-Gesellschaft. „Von 318 Studenten und Postdocs der Gesellschaft forschen heute 22 in Göttingen“, hebt Neher hervor. Sie will das Alumni-Netzwerk weiter stärken. Die Ehemaligen sollen einander bei Fragen konsultieren können. Auch bei der Rekrutierung von wissenschaftlichem Nachwuchs könne das Netzwerk helfen, meint die Direktorin. So baue derzeit Tanmay Bharat aus Indien, ein International-Science-Camp-Teilnehmer von 2005, an der Universität Oxford eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe auf. Er suche einen Doktoranden, bevorzugt einen ehemaligen Xlab-Teilnehmer, habe er ihr geschrieben.

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