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Antrag auf Papier statt elektronisch

Softwareprobleme beim BAföG Antrag auf Papier statt elektronisch

Von Fehlern einer neuen Software für die Bearbeitung von BAföG-Anträgen sind auch Studierende der Uni Göttingen und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) betroffen. Die Entscheidung über finanzielle Förderung könnte sich verzögern, bestätigen Sprecher der vergebenden Institutionen.

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Für Studierende kann es zu Problemen beim BAföG-Antrag kommen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Das Studentenwerk, zuständig für die BAföG-Vergabe an Studierende der Göttinger Universität und der Privaten Fachhochschule (PFH), sieht in der Berichterstattung über die Probleme „zwei Themenkomplexe unglücklich miteinander verwoben“, die sie in einer Stellungnahme voneinander trennt. Probleme bereiten allerdings beideBereiche: die Umstellung der Software auf eine geänderte Förderrichtlinie, nach der ab dem 1. August mehr Studierende gefördert und erhöhte Sätze ausgezahlt werden sollen, wie auch die Möglichkeit, Anträge auf elektronischem Weg einreichen zu können. Das Studentenwerk stehe in engem Kontakt mit dem Land Niedersachsen und dem Rechenzentrum, um die Mängel abzustellen. Die Software sei derzeit nicht in der Lage, alle Aspekte der aktuellen Gesetzesänderung abzubilden. Wo dies nicht möglich sei, hätten die Studentenwerke die Eingaben selbst korrigiert.

Auch bei der elektronischen Antragstellung gebe es technische Schwierigkeiten, teilt das Göttinger Studentenwerk mit. Daher rät es den Studierenden, sich beraten zu lassen und die Anträge wie bisher in Papierform abzugeben. Verlässliche Zahlen darüber, wie viele Studierende betroffen seien, lägen laut Studentenwerk noch nicht vor. Im Jahr 2015 seien rund 15 Prozent der Studierenden BAföG-berechtigt gewesen, 6938 Anträge seien gestellt worden.

„Wir rechnen damit, dass es zu Verzögerungen kommen kann“

Diese Probleme bestätigt auch Petra Syring, Pressesprecherin des Studentenwerks OstNiedersachsen. „Wir rechnen damit, dass es zu Verzögerungen kommen kann.“ Das Mitarbeiterkontingent von 22 Sachbearbeiterstellen im BAföG-Bereich sei um dreieinhalb Stellen aufgestockt worden, erklärt Syring. Sie rät den Studierenden, ihren Antrag direkt beim BAföG-Amt einzureichen. Meist würden sie Sachbearbeiter schnell erkennen, ob der Antrag vollständig sei.

Keine Verzögerungen für Schüler

Nicht nur Studenten haben die Möglichkeit, BAföG zu beziehen, sondern auch Schüler unter bestimmten Bedingungen. Landkreisweit und in der Stadt Göttingen beziehen rund 500 Schüler durch das Jugendamt des Landkreises BAföG, so Landkreis-Pressesprecher Ulrich Lottmann. „Die Möglichkeit der elektronischen Übermittlung von Anträgen wird derzeit durch die Kreisverwaltung vorbereitet“, sagt Lottmann, sie sei wie in den anderen niedersächsischen BAföG-Ämtern nicht wie geplant zum 1. August gestartet. „Die Anträge werden wie gehabt in Papierform bearbeitet“, sagt Lottmann, es gehen noch keine elektronischen Anträge ein, die dann aufgrund technischer Probleme nicht bearbeitet werden können und liegen bleiben. Deshalb gebe es momentan auch keine zusätzlichen Verzögerungen. Trotzdem sagt Lottmann: „Wir geben die Empfehlung, Bafög rechtzeitig zu beantragen.“ hsc

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