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13:39 16.11.2017
Demo der Bewohner der Häuser Rote Straße am Mittwoch in der Zentralmensa. Quelle: Krüger-Lenz
Göttingen

Der Streit geht um die notwendigen Sanierungsarbeiten in den Gebäuden. Das Studentenwerk will die Kosten auf die Mieter umlegen, die Bewohner argumentieren, dass erst zu einem späteren Zeitpunkt Klarheit über den Umfang hergestellt werden könne. Das Studentenwerk weigere sich noch immer, mit den Instandsetzungsarbeiten anzufangen, obwohl diese dringend notwendig seien, erläutert ein Mitglied der Linksjugend in einer Erklärung. Laut einem Gutachten von 2015 könne es schon 2018 zu einer Unbewohnbarkeit der Häuser kommen, „ein Fakt, den das Studentenwerk anscheinend seit zwei Jahren immer noch ignoriert.”

Ein Mitglied des Juso Stadtverbandsvorstands ergänzt: „Seit Jahrzehnten gab es nur noch kleinere Renovierungsmaßnahmen, die bloß das Nötigste abgedeckt haben. Anstatt grundlegend zu sanieren und die Häuser wieder komplett instandzusetzen, investierte das Studentenwerk lieber immer wieder nur kleinere Summen. So lässt sich auch der jetzige Zustand der Häuser erklären.”

Auch ein Mitglied der Grünen Jugend meldet sich zu Wort. „Die Kosten für die komplette Instandsetzung der Häuser sollen nun durch Mieten oder einen hohen Kaufpreis auf die Bewohner abgewälzt werden, obwohl diese gar nichts für den Zustand der Häuser können. Die Aufgabe des Studentenwerks ist es nicht, das wirtschaftlich beste Ergebnis herauszuholen, sondern Studierende sozial zu unterstützen. Das Vorgehen des Studentenwerks ist inakzeptabel.”

Abschließend erklären sie, sich mit der Aktion am Mittwoch in der Zentralmensa, mit der die Studenten die Verhandlungen mit dem Studentenwerk für beendet erklärt hatten, und den Forderungen der Bewohner zu solidarisieren. Und weiter: „Wir fordern das Studentenwerk nachdrücklich dazu auf, endlich mit den Instandhaltungsarbeiten anzufangen und seiner sozialen Verantwortung nachzukommen.“

Von Peter Krüger-Lenz

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