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Göttingen Sonnenfinsternis stellt für Astrophysiker kein Forschungsereignis dar
Campus Göttingen Sonnenfinsternis stellt für Astrophysiker kein Forschungsereignis dar
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10:59 17.03.2015
Sichelförmig erscheint die Sonne im Januar 2011 am Stadtrand von Freiburg über dem Schwarzwald. Der dunkle Neumond schiebt sich vor die Sonnenscheibe und verdeckt bis zu drei Viertel von ihr. Quelle: dpa
Karlsruhe/Göttingen

Wenn der Mond die Sonne verdeckt, war dies lange Zeit die einzige Möglichkeit, die äußere Hülle, die Korona, des besonderen Sterns zu erkunden.

„Das haben unsere wissenschaftlichen Ahnen gut abgearbeitet, da gibt es keine offenen Fragen mehr“, sagte der Erdatmosphärenforscher Thomas Reddmann vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Wunderschönes Himmelsschauspiel

„Die Finsternis selbst ist kein wissenschaftliches Thema mehr, aber ein wunderschönes Himmelsschauspiel“, erklärte der Wissenschaftler. „Mit den Möglichkeiten, die wir im Orbit haben, kann man sich zu jeder Zeit eine Finsternis ins Instrument holen.“

Auch am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen wird die Sonnenfinsternis am Freitag kein Forschungsthema sein. Dafür rücken die Forscher am MPS immer näher an die Sonne heran. Eine Arbeitsgruppe entwickelt Instrumente für den „Solar Orbiter“: Diese Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) soll im Januar 2017 starten und sich der Sonne so weit nähern wie noch keine andere Sonde zuvor.

Auch die bisher weitgehend unbekannten Pole der Sonne sollen während dieser Mission erkundet werden.

Eine andere Arbeitsgruppe widmet sich der Helioseismologie: Ähnlich wie bei der Erdbebenforschung werden hier Schwingungen der Sonne untersucht, um ihr Inneres besser zu verstehen. Man könne sich diese Schwingungen vorstellen wie bei einem mit Wasser gefüllten Luftballon, sagte Dr. Birgit Krummheuer, Sprecherin des MPS.

dpa

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