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Cosima findet organische Substanzen

Staub des Kometen Churyumov-Gerasimenko untersucht Cosima findet organische Substanzen

Organische Moleküle haben Wissenschaftler mit der ESA-Raumsonde Rosetta auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko nachweisen können. Nach Angaben des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung wurden organische Substanzen nahe der Kometenoberfläche gemessen und kürzlich auch im festen Kometenstaub.

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Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko: Staubteilchen analysiert.

Quelle: R

Göttingen. Bereits frühere Weltraummissionen hatten Hinweise auf die Existenz solcher organischen Stoffe im Staub von Kometen geliefert, teilte das MpS mit. Die neuen Untersuchungen bestätigen, dass es sich bei den Kometen um das am wenigsten veränderte Material aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems handelt, das wir kennen.

„Es zeigt große Ähnlichkeiten mit dem organischen Material in den ursprünglichsten Meteoriten, den kohligen Chondriten, in den Kometen wurde es jedoch weniger stark verändert“, heißt es in der Pressemitteilung. Gelungen sind die Ergebnisse durch den Einsatz des Staubmassenspektrometers Cosima.

Staubteilchen werden in großen Mengen von Kometen durch ihre Aktivität in der Nähe der Sonne freigesetzt. Das Cosima-Instrument (Cometary Secondary Ion Mass Analyzer) an Bord der Rosetta-Sonde sammelt vom Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko freigesetzte Staubteilchen mit eigens für diesen Zweck entwickelten Metallplättchen in der Umgebung des Kometen auf. Die gesammelten Teilchen werden anschließend mit einer Kamera fotografiert und ihre Zusammensetzung mit einem Sekundärionen-Massenspektrometer analysiert. Die Massenspektren von zwei der Staubkörner, die Kenneth und Juliette genannt wurden, die im Mai und Oktober 2015 aufgesammelt wurden, enthalten die Signaturen von auf Kohlenstoff basierenden organischen Verbindungen.

„Unsere Analyse zeigt den Kohlenstoff in einer weitaus komplexeren Form als wir erwartet hatten“, sagt Dr. Hervé Cottin vom Institut Pierre Simon Laplace an der Universität Diderot in Paris, einer der Autoren der Veröffentlichung, die in der Fachzeitschrift Nature erscheint. Erwähnt ist darin auch der 30. September: Dann landet die Rosetta-Sonde wird auf dem Kometen 67P - die untersuchten Staubkörner kehren zurück zum Kometen.

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