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Stephan Weil besucht das Xlab und Bernstein Zentrum Göttingen

Licht anzünden Stephan Weil besucht das Xlab und Bernstein Zentrum Göttingen

„Das Xlab ist ein Leuchtturm“: Mit diesen Worten gratulierte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Montag dem Xlab, dem Experimentallabor für junge Leute, zum zehnjährigen Bestehen. Das vor zehn Jahren eröffnete Haus habe „für  Tausende von Schülern“ – insgesamt waren es knapp 150 000 – „ein besonderes Verhältnis zur Wissenschaft aufgebaut“.

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Besuch mit Gespräch: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil trifft Prof. Eva-Maria Neher zum zehnjährigen Bestehen des Xlabs.

Quelle: Heller

Göttingen. Es „zündet ein Licht an bei Schülerinnen und Schülern“, wie Weil bekräftigend hinzufügte, der zuvor bei einem Rundgang über die Arbeit des Xlab informiert hatte und dabei mit Schülergruppen aus Northeim, Heiligenstadt und anderen Orten Gespräche geführt hatte.

Zu den zahlreichen Festgästen gehörte auch der Stuttgarter Architekt Thorsten Kock, der zusammen mit seinem Kollegen Martin Bez als Sieger in einem Architektenwettbewerb das Xlab-Gebäude entworfen hat. Das Haus sei „frisch wie am ersten Tag“, stellte Kock erfreut fest. Ihr Plan, in der Architektur Funktion und Inhalt zu verbinden, sei aufgegangen.

Auf die Geschichte des Hauses ging auch Xlab-Gründerin und Hausherrin Prof. Eva-Maria Neher ein. Die Idee des Xlab, so Neher, sei fünf Jahre älter als das Haus. Der Bau habe nicht zuletzt dank der Unterstützung des damaligen Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Thomas Oppermann (SPD), realisiert werden können.

Die Besucherzahlen lägen heute durchschnittlich bei 12 000 Teilnehmertagen pro Jahr, damit seien „die Grenzen des Wachstums erreicht“.

Ministerpräsident Stephan Weil besucht zum zehnten Jahrestag das Xlab. © Heller

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Das Problem für die künftige Entwicklung sei die Beherbergung von auswärtigen Xlab-Besuchern. Geplant ist, so Neher, die Errichtung eines „Begegnungszentrums mit Gästehaus“. Anfang 2012 habe dafür ein Grundstück in Weende gekauft werden können.

Das Architektenbüro Bez und Kock habe bereits einen Entwurf vorgelegt, bei dem ­besonderer Wert auf die Ausstattung mit großen Ver­sammlungsräumen gelegt werden, so dass sich dort auch Gruppen austauschen könnten. Die Kosten dafür belaufen sich nach Nehers Angaben sich voraussichtlich auf 4,5 Millionen Euro.

Neben den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bereitgestellten 2 Millionen Euro stünden jetzt schon weitere Fördermittel in Höhe von mehr als 1,5 Millionen Euro in Aussicht.

Oppermann dankte in seiner Gratulation Xlab-Gründerin Neher für ihre beispielhafte Tatkraft. „Es gibt kein vergleichbares Projekt in Deutschland, das seine solche Ausstrahlungskraft hat“, hob er hervor. Besonders betonte er, dass bei der Vergabe der Bundesmittel Johanna Wanka (CDU), Ministerin für Bildung und Forschung, „sehr ko­operativ“ gewesen sei. „Das Land wird etwas drauflegen zu gegebener Zeit“, fügte er hinzu.

Dies hatte zuvor bereits Weil angesprochen, als er eine neuen möglichen Besuch bei der Grundsteinlegung des neuen Gästehauses vorhersagte. „Um das Xlab beneiden uns viele, und viele eifern diesem Projekt nach“, resümierte Oppermann.

Millionen-Förderung das für Xlab

Mit zwei Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Begegnungszentrum mit Gästehaus für das Xlab, das Experimentallabor für junge Leute. Sie hätten sich bei den Haushaltsverhandlungen erfolgreich für diese finanzielle Unterstützung eingesetzt, teilen die Göttinger Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) mit. Ach die rotgrüne Landesregierung in Niedersachsen habe zugesichert, sich an der Finanzierung zu beteiligen.

„Das Xlab gewinnt so als Bildungsstätte weiter an Attraktivität und kann in Zukunft seinen Gästen aus dem In- und Ausland eine Unterkunft bieten, die auch die Bedürfnisse an Begegnungen und Kommunikation gerecht wird, erklären Oppermann und Güntzler. Der geplante Neubau soll in unmittelbarer Nähe zum Xlab entstehen. 60 bis 80 Besucher sollen später dort übernachten können.

Von Michael Schäfer

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