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Göttingen Stiftungsprofessor für Ostasien-Forschung berufen
Campus Göttingen Stiftungsprofessor für Ostasien-Forschung berufen
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20:14 18.08.2009
Mönche in Hongkong: Der Buddhismus in China ist ein Thema der neuen Professur. Quelle: ap
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Durch die Berufung des Ostasien-Experten wird die Göttinger Sinologie eine moderne Ausrichtung erhalten, ohne die klassisch-historischen Grundlagen zu vernachlässigen, teilte die Universität mit. Ziel der Forschung und Lehre ist es, sich China und seinen Nachbarn sozial- und kulturwissenschaftlich zunähern und sowohl den Modernisierungsprozess der vergangenen 150 Jahre als auch die kulturellen Entwicklungen und Diskurse zu erforschen. Wirtschaftsunternehmen aus Niedersachsen, darunter die KWS-Saat in Einbeck, die Norddeutsche Landesbank in Hannover, die Sievert AG in Osnabrück sowie die Northeimer Thimm-Gruppe fördern die Professur für fünf Jahre.

Neben der Durchführung von Forschungsarbeiten ist auch die Ausbildung von Führungskräftenfür Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen eines interdisziplinären Studiengangebots geplant. Die Universität strebe darüberhinaus an, die Aktivitäten in Forschung und Lehre zur Region Ostasien weiter auszubauen, so Universitäts-Vizepräsidentin Prof. Hiltraud Casper-Hehne.

Kritik an der Moderne

Schneider, Jahrgang 1962, studierte Sinologie, Japanologie, Politikwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Erlangen und Bochum sowie an der Cheng-chi Universität in Taipeh (Taiwan). Der Wissenschaftler arbeitete an den Universitäten Heidelberg und Leiden (Niederlande) und verbrachte mehrere Jahre als Gastforscher und Gastprofessor an der Harvard Universität (USA), der Cheng-chi Universität (Taiwan) und der Peking Universität (China). Er promovierte mit einer Arbeit zur modernen chinesischen Historiographie und hat sich auf die moderne chinesische Geschichte, im besonderen auf die Wissenschafts- und Ideengeschichte spezialisiert. Zur Zeit arbeitet Schneider an einem Buch zur konservativ motivierten Kritik an der Moderne in den Bereichen des chinesischen Geschichts- und Moraldenkens.

In seinem nächsten Projekt wird er sich mit dem Wiedererstarken des Konfuzianismus und Buddhismus beschäftigen, insbesondere mit den buddhistisch und konfuzianisch inspirierten Volksbewegungen in Taiwan und in Festland-China. Dabei wird er mit einem internationalen Forschungsteam mit Partnern aus Ostasien, Europa und den USA kooperieren.

eb

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