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Störungen bei Reifung der Blutzellen

Patientenveranstaltung Störungen bei Reifung der Blutzellen

Müde und schlapp, kurzatmig und sehr blass sind Menschen, die an einem myelodysplastischen Syndrom, kurz MDS, erkrankt sind. Vor allem Menschen im Alter über sechzig sind betroffen. Als MDS wird eine Gruppe von Erkrankungen bezeichnet, bei denen es zu einer Störung der Ausreifung einzelner Blutzelllinien kommt. Oft ist eine schwere Blutarmut die Folge. Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 3000 bis 10000 Menschen daran.

Über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten von MDS, genetische Grundlagen sowie die Perspektiven neuer Therapieansätze informiert eine wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltung für Ärzte mit dem Titel „Genetik und Therapie Myelodysplastischer Syndrome - Update und Zukunftsperspektiven“ am Freitag, 5. Februar, im Hörsaal 542 des Universitätsklinikums Göttingen ab 16 Uhr. Der Schwerpunkt des wissenschaftlichen Programms liegt auf neuesten Erkenntnissen aus der sogenannten „Tumorzytogenetik“. Themen sind die genetischen Ursachen von MDS, genetische Faktoren und deren Bedeutung für eine Prognoseabschätzung sowie neue Diagnoseansätze. Vorgestellt werden zudem neue Substanzen zur Behandlung, die sich noch in der Erprobung befinden. Mit der Veranstaltung informiert der Inhaber der Novartis-Stiftungsprofessur für „Klinische Tumorzytogenetik“, Prof. Detlef Haase aus der Abteilung Hämatologie und Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen, auch über seine Arbeitsschwerpunkte und neueste Erkenntnisse seiner Arbeitsgruppe.

Informationen für betroffene Patienten mit MDS und ihre Angehörigen bietet der 2. Göttinger Patiententag zu „MDS“ am Sonnabend, 6. Februar. Die Veranstaltung findet ebenfalls im Hörsaal 542 des Uniklinikums statt und beginnt um 10 Uhr. Der Patiententag zu „MDS“ gibt Antworten auf typische Fragen von Patienten: „MDS - Was ist das? Wie stellt man es fest?“ „Was habe ich zu erwarten?“ „Was kann getan werden?“.

Themen sind neue Behandlungsmöglichkeiten bei frühem und fortgeschrittenem MDS, der Stellenwert einer Stammzelltransplantation als Therapie sowie die Behandlung von Blutarmut und Eisenüberladung. Experten sind vor Ort und beantworten Fragen. An MDS-erkrankte Patienten berichten von ihren Erfahrungen. Vertreter der Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe sowie der Internationalen MDS Foundation, USA, referieren über Hilfen, die sie anbieten können. Die Veranstaltung schließt mit einer Podiumsdiskussion über mögliche „Wege zur Gründung einer Selbsthilfegruppe“. Interessierte Patienten haben hier die Gelegenheit, sich mit den Referenten dazu auszutauschen.

chb/umg

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