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Streit um Anzahl

Studienanfänger Streit um Anzahl

Unterschiedlich haben der Niedersächsische Wissenschaftsminister, Lutz Stratmann (CDU), und die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta, die Studienanfängerzahlen für 2008 bewertet. Von „gewachsene Attraktivität“ des Hochschulstandortes spricht der Minister, Andretta stellt fest: „Niedersachsen bleibt zurück“. 

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Studienanfänger: Hörsaal der Universität Göttingen im Oktober 2008.

Quelle: Christina Hinzmann

Die Basis der verschiedenen Interpretationen ist dieselbe: Studienanfängerzahlen des statistischen Bundesamtes für das Studienjahr 2008 (Sommersemester 2008 und Wintersemester 2008/09). Danach haben sich 27855 Studierende an Hochschulen in Niedersachsen eingeschrieben. 
Das sei zwar ein Anstieg von 4,3 Prozent zum Vorjahr, rechnet Andretta vor, aber im Vergleich zur bundesweiten Steigerung von 6,9 Prozent moniert die SPD-Politikerin: „Niedersachsen hinkt hinterher“. Sie fordert eine Kraftanstrengung bei der Schffun von Studienpltäzen und eine Abkehr vom „Schneckentempo“ dabei. „Außer unsozialen Studiengebühren ist dem Wissenschaftsminister nichts eingefallen“, so Andretta.Das Wissenschaftsministerium nannte Andrettas Kritik „Verdrehung der Tatsachen“. Stratmann erklärte: „Diese Zahlenrabulistik wird auch durch Wiederholung nicht wahr.“ Er freue sich über „die stetig gewachsene Attraktivität des Hochschulstandortes Niedersachsen in den vergangenen Jahren.“ 
Plus von 4,4 Prozent 
Die 1166 mehr Frauen und Männer, die sich im Jahr 2008 an Niedersachsens Hochschulen einschrieben, bedeuteten ein Plus von 4,4 Prozent, führte der Minister aus. Noch erfreulicher sei die Zahl an den Fachhochschulen mit einer Steigerung von 20 Prozent.Im Vergleich zu 2006 sei insgesamt sogar ein Wachstum von rund 14 Prozent zu verzeichnen. Ein Trend also, der seit zwei Jahren andauere: „Die neuesten Zahlen“, so Stratmann weiter, „sind auch ein klarer Beleg dafür, dass Studienbeiträge mit einem Aufkommen von 93 Millionen Euro jährlich einen bedeutenden Beitrag zur Qualitätssicherung und -steigerung an den niedersächsischen Hochschulen leisten und Niedersachsen für Studierende attraktiv machen.“ So seien in Ländern wie Rheinland-Pfalz oder Bremen, die keine Studienbeiträge erheben würden, die Studienanfängerzahlen lediglich um 3,5 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent gestiegen. Die Universität Göttingen hat mit Medizin 23 983 Studierende für das Jahr 2008 auf ihrer Homepage www.uni-goettingen.de ausgewiesen gegenüber 24 012 bei der Personenzählung im Jahr zuvor. 

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