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Studenten bauen App für Flüchtlinge

HAWK Göttingen Studenten bauen App für Flüchtlinge

Start Up! heißt die App-Idee, die Flüchtlingen Hilfestellung und Orientierung in ihrer neuen Umgebung bieten soll. Die Idee wurde von HAWK-Studierenden entwickelt: Lydia Lütgering, Sarah Langlotz und Camila Campos Contreras verfeinerten die Idee mit Nutzer-Tests ein Semester lang.

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Team Achievement Unlocked: Sarah Langlotz,  Lydia Lütgering und Prof. Stefan Wölwer.

Quelle: EF

Göttingen. Sie könnte eine Lücke in Betreuung von Flüchtlingen schließen. Das Team wurde als eines von drei Preisträgern vom regionalen Gründerwettbewerb „drei|v“ in Braunschweig ausgezeichnet.

 

Die App habe die Jury überzeugen können, hieß es in der Begründung, es sei beeindruckend, wie schnell und konsequent die Gewinner auf aktuelle Themen reagiert und kluge Lösungen erarbeitet hätten.

 

Kernstück der Mobil-Anwendung ist eine interaktive Karte, auf der Flüchtlinge die wichtigsten Landmarken und Adressen ihrer Umgebung sehen. Außerdem bietet sie, wie ein Leitfaden, Hilfe bei dem komplizierten Asylantragsverfahren, Unterstützung bei alltäglichen Dingen wie Mülltrennung, beim Spracherwerb oder auch bei der Jobsuche – und das in der jeweiligen Sprache des Flüchtlings.

 

Sie hätten am Anfang sehr viel recherchiert und Informationen über die Situation der Flüchtlinge gesammelt, erzählt Lütgering. Dabei hätten sie festgestellt, dass Informationen bereits zahlreich gedruckt in Broschüren vorliegen, aber oftmals nur auf Deutsch und damit nur schwer zugänglich für Flüchtlinge.

 

„Die App kann besonders gut Informationen zur richtigen Zeit vermitteln“, sagt Lütgering. Wenn ein Flüchtling zum Beispiel den Bus benutzen will, bestehe oft gleich als erste Schwierigkeit, dass viele nicht wissen wie der Ablauf funktioniere: Wo das Ticket gekauft wird oder was mit dem Ticket dann gemacht wird. „In diesen Fällen hilft die App“, so die Studentin, die mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist: „Wir haben festgestellt, dass wir genau zum richtigen Zeitpunkt die richtige Idee hatten und hoffen jetzt natürlich, dass wir diese Idee auch umsetzen können.“

 

Entstanden ist der Prototyp in einer HAWK-Lehrveranstaltung im Fachgebiet Interaction Design an der Fakultät Gestaltung bei Prof. Stefan Wölwer. Mehrere Studierendengruppen entwickelten im Laufe eines Semesters interaktive Produkte und Services – in Begleitung der Design- und Strategieberatung frog, die weltweit Unternehmen unterstützt.  

 

Die Studierenden wollen mit ihrer App-Idee weitermachen: „Unser nächster Meilenstein ist, dass wir tatsächlich jemanden finden, der das ganze weiterhin mitfinanziert - vor allem die teure Programmierung“, sagt Lütgering, „wir  würden dann gerne für eine Stadt eine erste real laufende App umsetzen, um sie dann auch auf andere Städte anwenden zu können.“

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