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Studenten fordern Absage der Nakba-Ausstellung

Ausstellung und Vorträge Studenten fordern Absage der Nakba-Ausstellung

Studenten der Universität Göttingen haben die Absage angekündigter Veranstaltungen des Lehr- und Forschungsschwerpunktes „Palästina und der Nahost-Konflikt“ gefordert. Es geht um die  Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“, die am Dienstag, 1. November, eröffnet wird.

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Zwei der Referenten wird eine einseitige Sichtweise auf den Palästina-Konflikt vorgeworfen.

Quelle: dpa

Göttingen. Sowohl im Kulturwissenschaftlichen Zentrum als auch im Zentralen Hörsaalgebäude soll die vom Verein Flüchtlingskinder im Libanon erarbeitete Ausstellung gezeigt werden. Begleitet wird sie von einer Vortragsreihe, die die Professoren Irene Schneider und Kai Ambos organisiert haben.

Nach Ansicht von Fachschaftsrat Sozialwissenschaften (FSR Sowi) und dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) der Universität Göttingen, bildet die Ausstellung "nur den Auftakt eine ganzen Reihe einseitiger Vorträge und Veranstaltungen, die insgesamt die Diskreditierung Israels zum Ziel haben". In einem offenen Brief beider Studentenorganisationen wird auch die Absage der Veranstaltungsreihe gefordert. Die Ausstellung verschweige einiges zur Geschichte der Region Palästina, zwei der Referenten wird eine einseitige Sichtweise auf den Palästina-Konflikt vorgeworfen.

Die Ausstellung behandele einen historischen Aspekt und beleuchte einen bisher ungelösten Konflikt von der wissenschaftlichen Seite, erklärt Prof. Irene Schneider vom Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft. Sie weise eine Absage der Veranstaltungen zurück, betont Schneider und erklärt: "Keiner der Vortragenden vertritt antisemitische Positionen." Sie sagt, "hier wird die Antisemitismus-Keule geschwungen", um der Veranstaltung zu schaden. Keine der studentischen Gruppe habe mit ihr Kontakt aufgenommen, um über Ausstellung und Vorträge zu diskutieren. Am Donnerstag hat Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel Vertretern des FSR Sowi und des AStA für Freitag einen Gesprächstermin angeboten.

Nakba meint in arabischer Sprache Katastrophe, Unglück. Die gleichnamige Ausstellung stellt das Thema von Flucht und Vertreibung auf 14 Schautafeln dar und wurde bisher an mehr als 130 Orten im In- und Ausland gezeigt, oftmals von Protest begleitet, verbunden mit der Kritik, dass die Darstellung die Vertreibung der Palästinenser einseitig sei. Am Dienstag, 1. November, wird  "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ um 17 Uhr im Foyer des Kulturwissenschaftlichen Zentrums (KWZ) eröffnet. Anschließend beginnt um 18.15 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, Hörsaal 004, die Vortragsreihe „Naher Osten – Ferner Frieden? Rechtliche, historische und politische Aspekte“: Prof. Udo Steinbach hält den Vortrag  „Der Palästina-Konflikt – Eckstein in der Architektur des Neuen Nahen Ostens“.

www.uni-goettingen.de/de/24588.html

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