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Studentenvertreter wählen linken AStA

"Nerdcampus"-Stimme entscheidend Studentenvertreter wählen linken AStA

Im vierten Wahlgang hat das Studierendenparlament (StuPa) in der dritten konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend einen neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) mit Referenten von den linken Hochschulgruppen (HSG) gewählt. Den Vorsitz hat Silke Hansmann (Juso HSG).

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AStA-Mitglieder (von links nach rechts, Janina Schmidt fehlt): Mischa Bareuther, Benjamin Söchtig, Maj-Britt Sundqvist, Silke Hansmann, Merle Mangels, Nikolai Palmer und Friedrich Martin Paun.

Quelle: Km

Göttingen. Von Katharina Meyer

Im vierten Wahlgang hat das Studierendenparlament (StuPa) in der dritten konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend einen neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) mit Referenten von den linken Hochschulgruppen (HSG) gewählt. Den Vorsitz hat Silke Hansmann (Juso HSG).

Des Weiteren besteht der AStA aus sieben Referaten. Die Juso-HSG besetzt das Hochschulreferat mit Janina Schmidt, das Sozialreferat mit Nikolai Palmer und das Referat für Gleichstellung und Diversität mit Merle Mangels. Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) stellt das Referat für Finanzen mit Maj-Britt Sundqvist und das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit mit Mischa Bareuther. Friedrich Martin Paun von der Basisgruppenliste (BGL) wurde zum Außenreferenten und stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Benjamin Söchtig von Die Partei ist für politische Bildung und kulturelle Belange zuständig.

Die Vorsitzende Hansmann erhielt letztlich 32 von 63 möglichen Stimmen. Als Gegenkandidatin hatte die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF)  Cara von Nolting aufgestellt. In den ersten drei Wahlgängen erhielten beide Kandidatinnen 31 Stimmen bei einer Enthaltung. Ausschlaggebend war im vierten Wahlgang die Entscheidung von Merten Dahlkemper (Nerdcampus), einen linken AStA mitzutragen.  

Die AStA-Bildung hatte sich schwierig gestaltet, weil im StuPa ein Gleichgewicht zwischen den linken und den sogenannten serviceorientierten Fraktionen mit jeweils 31 Sitzen herrscht. Dahlkemper meinte, die langwierige Asta-Bildung habe gezeigt, dass ein StuPa-System mit zwei klaren Lagern und starker Fraktionstreue nicht sinnvoll sei. Künftig will er „versuchen, dass Inhalte beider Gruppen im AStA berücksichtigt werden.“

Kommende Woche will der AStA eine Agenda für die laufende Legislaturperiode veröffentlichen, an der auch der Nerdcampus mitgearbeitet hat. Der Haushalt soll binnen eines Monats verabschiedet werden. Hansmann äußerte zudem die Absicht, die Studenten regelmäßig über die Arbeit des AStA zu informieren und ihnen ein Forum zu geben, Feedback dazu zu äußern. Außerdem plant Hansmann Abläufe im AStA zu formalisieren, „damit Themen nicht unter den Tisch fallen“. Kritik an Hansmann wurde bezüglich ihres Kommunikationsstils geäußert. Kay Tuschen (ADF) warf ihr vor, als Referentin „die frechsten Antworten gegeben und am häufigsten Antworten verweigert“ zu haben. ADF und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) kündigten an, konstruktive Oppositionsarbeit leisten zu werden.

Die Wahl des AStA dürfte auch von den Fachschafträten (FSR) begrüßt werden. Zu Beginn der Sitzung hatte eine Sprecherin eine Erklärung der FSR verlesen. Darin kritisierten diese, die „anhaltende Kompromisslosigkeit“ hätte den „Gremien der studentischen Selbstverwaltung jegliche Handlungsmöglichkeiten genommen“.

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