Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Studentenwerk will Mieten erhöhen

Wohnheime müssen saniert werden Studentenwerk will Mieten erhöhen

Das Studentenwerk wird dem Stiftungsrat einen Vorschlag vorlegen, der die Erhöhung von Wohnheimmieten und Semesterbeitrag beinhaltet. Darüber besteht große Uneinigkeit zwischen dem Studentenwerk und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen. Es geht um die Finanzierung von Sanierungen.

Voriger Artikel
Wieviel Ehrlichkeit darf's sein?
Nächster Artikel
Freier Blick in Ställe und Versuchsanlagen

Das Christophorus-Wohnheim des Studentenwerks zählt zu den Gebäuden mit Sanierungsbedarf des Studentenwerks

Quelle: Wenzel

Göttingen. Saniert werden müssen dringend verschiedene Studentenwohnheime sowie die Nordmensa. Im April dementierte das Studentenwerk gegenüber dem Tageblatt noch, dass Erhöhungen von Mieten oder Semesterbeiträgen geplant seien. „Weder zum damaligen noch zum jetzigen Zeitpunkt gab beziehungsweise gibt es eine abschließende Beschlusslage der Gremien des Studentenwerks zur Erhöhung des Studentenwerksbeitrages und der Mieten in den Wohnheimen“, sagt Anett Reyer-Günther, Pressesprecherin des Studentenwerks.

Gleichzeitig teilte das Studentenwerk mit, dass die Sanierungen sowie der Neubau des Wohnheimes „Lutterterrasse“ zum Großteil über Kreditaufnahmen in Höhe von rund 24 Millionen Euro finanziert werden sollen sowie durch Erhöhungen der Studentenwerksbeiträge und Wohnheimmieten. Der Finanzierungsvorschlag werde noch dem Stiftungsrat vorgelegt, so Reyer-Günther. Danach könne erst über die konkrete Ausgestaltung der Maßnahmen berichtet werden.

Beim AStA hingegen kursieren bereits Zahlen. „20 Euro Erhöhung des Studentenwerkbeitrages und bis zu mehr als 50 Euro Mieterhöhungen bei Neuvermietungen sind im Gespräch“, sagt Aljoscha Dalkner, Referent für Politische Bildung. Das Studentenwerk werde seinem sozialen Auftrag wiederholt nur auf Kosten der Studierenden gerecht, so die Kritik. Reyer-Günther hingegen sagt, das Studentenwerk sei ohne Unterstützung der niedersächsischen Landesregierung für Neubau- und Sanierungsarbeiten zu diesem Schritt gezwungen.

Die Forderung des AStA, Renovierungen solidarisch über den Studentenwerksbeitrag zu finanzieren, lehnt Reyer-Günther ab: „Eine Finanzierung der Sanierungs- und Instandhaltungskosten lediglich über den Studentenwerksbeitrag zu realisieren, würde zu Unrecht alle Studierenden treffen - auch die, die beim Studentenwerk keinen Wohnheimplatz in Anspruch nehmen.“ Außerdem begründe sich die mögliche Mietpreiserhöhung durch die hochbleibende Sanierungslast in den Wohnheimen und Steigerungen bei Instandhaltungskosten.

„Auch mir wäre es lieber, wenn solch unpopuläre Entscheidungen nicht notwendig wären“, sagt Professor Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerks. Er fordert das Land Niedersachsen auf, ein Zuschussprogramm für Neubauten und Sanierungen von Wohnheimen aufzulegen.

Semesterbeiträge an niedersächsischen Unis

Der Semesterbeitrag der Uni Göttingen im aktuellen Sommersemester liegt bei 291,97 Euro, davon gehen 62 Euro an das Studentenwerk. Damit liegt die Uni unter dem Semesterbeitrag vieler niedersächsischer Hochschulen. Das zahlen Studenten anderenorts im laufenden Sommersemester: 317,87 Euro (für das Studentenwerk: 59 Euro) in Osnabrück, 328,14 Euro (96 Euro) in Braunschweig, 331,70 Euro (96 Euro) in Lüneburg, 383,32 Euro (80 Euro) in Hannover. Einige Unis geben bereits den Betrag für das kommende Wintersemester an: Oldenburg: 340,20 Euro (68 Euro); Hildesheim: 371,36 Euro (98 Euro). hsc

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger