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Mahatma-Gandhi-Haus muss saniert werden

Betreiber sucht Partner Mahatma-Gandhi-Haus muss saniert werden

„Ohne Partner schaffen wir das nicht“, meint Kahsai Wolde-Giorgis, Schatzmeister der Afrikanisch-Asiatischen Studienförderung. Der Göttinger Verein will das Studentenwohnheim sanieren, das er 1967 mit Unterstützung von Bund, Land und VW-Stiftung an der Theodor-Heuss-Straße 11 errichtet hat.

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Wollen das Mahatma-Gandhi-Haus sanieren: Kahsai Wolde-Giorgis, Dawit Bereket-Ab und Esmail Eqbal (von links).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Höhe der Kosten hängen nach Angaben von Bau-Ingenieur Dawit Bereket-Ab aus Hannover vom Umfang der Arbeiten am Mahatma-Gandhi-Haus ab. Unbedingt erforderlich seien eine neue Heizung sowie eine Dämmung des Gebäudes. Als Unterstützer wolle der Verein die Universität und Göttinger Firmen gewinnen. Genaue Angaben zu den Kosten will der ehrenamtliche Geschäftsführer des Vereins noch nicht machen.

„Wir leisten einen wichtigen Beitrag für die Stadt“, wirbt Dr. Wolde-Giorgis. Das Wohnheim mit seinen 120 Plätzen, das jeweils zur Hälfte mit ausländischen und von deutschen Studierenden belegt sei, trage zur Integration bei, erklärt der aus Äthiopien stammende Chemiker.

„Unser 1992 gegründeter Interkultureller Freundschaftskreis fördert den Austausch zwischen ausländischen und deutschen Akademikern“, erläutert Koordinator Esmail Eqbal, ein gebürtiger Afghane. Der Kreis organisiere regelmäßig Vorträge. So spreche am Mittwoch, 21. September, um 19 Uhr im Wohnheim die Europaparlamentarierin Sabine Lösing (Linke) über Frontex. Die Europäische Agentur sei mit der Sicherung von Europas Außengrenzen befasst. Zum gemeinsamen Essen im Anschluss bringe jeder etwas mit.

„Wir organisieren außerdem Konferenzen, um das Wissen, das wir in Deutschland erworben haben, in Afrika und Asien fruchtbar zu machen“, führt Wolde-Giorgis aus. Während der nächsten Konferenz im November gehe es um Nachhaltigkeit. Der Verein erwartet 40 Teilnehmer, die unter anderem aus Bangladesh, Indien, Japan und Polen stammen. 2017 ist eine Konferenz in Äthiopien geplant.

„Von 1984 bis 2010 hat der Verein in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Seminare organisiert, in denen ausländische Akademiker auf ihre Rückkehr vorbereitet wurden“, sagt Wolde-Giorgis. 3000 Teilnehmer nutzten das Angebot im Laufe der Jahre. In fünf Ländern seien Rückkehrerbüros entstanden. Aktuell sei es für afrikanische Studierende schwierig, ein Visum für Deutschland zu erhalten.

„Wir halten außerdem den Kontakt zu ausländischen Alumni der Göttinger Universität“, berichtet Wolde-Giorgis. Entstanden sei der Verein 1956, als sich die afrikanischen und asiatischen Staaten in der Blockfreien-Bewegung zusammenfanden. Der Verein habe zeitweise 300 Mitglieder gehabt. Heute sind es nach Vereinsangaben 50 Personen.

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