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Studie: Doktortitel erhöht Einkommen

Nützlich Studie: Doktortitel erhöht Einkommen

Promovieren lohnt sich – auch für Nicht-Wissenschaftler. Nach einer Studie des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung  „Incher“ an der Universität Kassel verdienen Männer und Frauen mit Doktortitel eineinhalb Jahre nach ihrer Promotion im Schnitt knapp 40 Prozent mehr als Absolventen mit einem Master als höchstem Abschluss.

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 Ein Doktortitel macht sich im Berufsleben bezahlt.

Quelle: Wodicka

Kassel. Deutliche Einkommens -Unterschiede gibt es je nach Fach, in dem der Doktortitel erworben wurde. Nur zwei Prozent der Promovierten sind erwerbslos.

Die Studie widerspricht  nach Angaben der Universität Kassel der verbreiteten Auffassung, Promotionen seien in erster Linie für eine wissenschaftliche Karriere nützlich. Nur 30 Prozent der Befragten arbeiten anderthalb Jahre nach der Promotion an einer Hochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung. 17 Prozent sind in Forschung und Entwicklung außerhalb der Wissenschaft tätig, etwa in Abteilungen für Forschung und Entwicklung großer Unternehmen. Mehr als die Hälfte, nämlich 52 Prozent, sind in einem wissenschaftsfernen Bereich tätig.

In der Regel verdienen Promovierte in der freien Wirtschaft mehr als in der Wissenschaft: Im Schnitt haben sie eineinhalb Jahre nach dem Abschluss ein Einkommen von 4722 Euro (zu 3340 Euro in Hochschulen und Forschungseinrichtungen). Deutliche Unterschiede gibt es auch je nach Fach: So verdienen Sprach- und Kulturwissenschaftler im Schnitt 3841 Euro in der Privatwirtschaft beziehungsweise  2559 Euro an Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Maschinenbauer mit Doktortitel hingegen verdienen 5496 Euro in der freien Wirtschaft beziehungsweise  3792 Euro in der Wissenschaft.

Im Schnitt über alle Beschäftigungsgruppen liegt das Einkommen von Promovierten eineinhalb Jahre nach Abschluss bei 4357 Euro. Bei Akademikern mit einem Master-Abschluss liegt das Einkommen bei 3144 Euro, bei einem Bachelor-Abschluss bei 2632 Euro.

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich die berufliche Situation der promovierten Absolventinnen und Absolventen im Vergleich zu Absolventinnen und Absolventen ohne Promotion eindeutig besser darstellt“, so Dr. Choni Flöther, Autorin der Studie. „Erwerbslosigkeit ist eine Ausnahme, und prekäre Beschäftigungsverhältnisse kommen – auch im Hochschulsektor – mit Promotion weniger häufig vor als ohne.“

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