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Studie benennt Ursachen für fehlende Fortschritte im Klimaschutz Chinas

Emissionen steigen weiter Studie benennt Ursachen für fehlende Fortschritte im Klimaschutz Chinas

China ist seit 2009 das Land mit den größten Emissionen von Kohlenstoffdioxid (CO2) und das Wachstum der Emissionen dort ist weiterhin enorm Das haben Wissenschaftler unter Beteiligung der Universität Göttingen festgestellt. Um ein weiteres Wirtschaftswachstum und eine Reduzierung der Armut nicht zu gefährden, hat sich China bisher nicht bereit erklärt, ein verbindliches Ziel zur Reduktion der CO2-Emissionen festzulegen.

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Zementfabrik in der chinesischen Provinz Kunming. China ist seit 2009 das Land mit den größten CO2-Emissionen.

Quelle: Liersch

Göttingen. Gleichzeitig hatte sich das Land aber das Ziel gesetzt, von 2005 bis 2010 die Emissionsintensität der Wirtschaft – das heißt die Emissionen pro Dollar Wirtschaftskraft – um 40 bis 45 Prozent zu senken.

Das internationale Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat allerdings herausgefunden, dass die Emissionsintensität der Wirtschaft Chinas zwischen 2002 und 2009 sogar um drei Prozent zugenommen hat, statt wie geplant stetig abzunehmen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Climate Change erschienen.

„Eine Reduzierung der Emissionsintensität kann erreicht werden, indem Energie effizienter genutzt wird, auf erneuerbare Energiequellen gesetzt wird oder Wirtschaftssektoren gefördert werden, die wenig Emissionen verursachen“, erklärt Prof. Stephan Klasen, Göttinger Entwicklungsökonom und Mitautor der Studie. Allerdings hat es seit 2005 keine Fortschritte in diese Richtung gegeben.

Wachstums- und Investitionsstrategien

Mit Forschern aus den USA, China und Großbritannien, hat Klasen untersucht, wie es zu dieser Verschlechterung kommen konnte. Die Autoren stellten fest, dass die Energienutzung in vielen Wirtschaftssektoren in Chinas Provinzen zwar effizienter gestaltet wurde. „Die Verbesserung der Effizienz wurde aber in vielen Provinzen überkompensiert durch eine Verlagerung der Produktionsstruktur hin zu Sektoren, die besonders viele Emissionen generieren, wie beispielsweise die Schwer- und Bauindustrie oder der Energiesektor“, so Klasen.

Diese Verlagerung wurde durch die Wachstums- und Investitionsstrategien der Provinzen gefördert. So wurden Sektoren gefördert, die einen großen Anteil an der Wirtschaftskraft der Provinzen ausmachten.

Leider waren dies häufig die emissionsintensiven Sektoren. Klasen: „Durch diese auf quantitatives Wachstum orientierte Politik der Provinzen wurde das Ziel, die Emissionen pro Wirtschaftseinheit zu verringern, konterkariert. China wird so seine Klimaziele nicht erreichen“. Es müssen viel mehr Anreize gesetzt werden, um die in der Produktion verwendete Energie effizienter zu nutzen und weniger Emissionen im Produktionsprozess zu generieren.

pug

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