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Studieren wir bald nur noch digital?

Digitalisierung in Hochschulen und Unternehmen Studieren wir bald nur noch digital?

„Digitalisierung in Bildungsprozessen“ war das Thema einer Diskussion in der Privaten Hochschule Göttingen (PFH). Bernt Sierke, PFH-Professor, Nicola Beer, Generalsekretärin der Bundes-FDP, und Werner Mainka von der Innos Sperlich haben über Digitalisierung von Hochschule und mittelständischen Unternehmen gesprochen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

„Heute lernen wir im Open Space“

Göttingen. „Bildungsprozesse verändern sich - in den nächsten zehn Jahren wahrscheinlich mehr als in den vergangenen tausend“, sagt Sierke, der an der PFH Betriebswirtschaftslehre lehrt. Er sieht die Digitalisierung als Chance: „Heute lernen wir im Open Space, mit vielfältigen auf uns einströmenden Medien“.

In einer Studie hat er sich mit Digitalisierung im Mittelstand auseinandergesetzt. Ihm sei Verzahnung von Hochschule und Unternehmen wichtig. „Digitual“ nenne die PFH ihr neues Konzept für duale Fernstudiengänge. „Im klassischen dualen Studium sind die Ausfallzeiten im Unternehmen enorm“, so Sierke, das sei beim neuen Konzept anders, simultanes Lernen von Theorie und Praxis werde möglich, weil Studenten quasi vom Unternehmen aus studieren können.

Duales Fernstudium als Chance zur Mitarbeiterbindung

„Hier ist es gelungen, Bildungseinrichtungen aus der Kreidezeit ins digitale Zeitalter zu holen“, kommentierte Beer - und das, obwohl sie Deutschland eher für mittelmäßig halte, was digitale Kompetenzen angehe. Dabei ermögliche Digitalisierung neue Arbeitsmodelle. „Die Industrie 4.0 braucht auch Mitarbeiter 4.0“, so ihre Forderung.

Der Meinung war auch Mainka. Er sagte, dass Mitarbeiterbindung - gerade junger Menschen - schwierig sei, weil diese beispielsweise nach einer Ausbildung nochmal studieren wollen. Ein duales Fernstudium biete somit auch eine Möglichkeit für eine bessere Mitarbeiterbindung.

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