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Göttingen Studierende basteln mit Beschäftigten der Göttinger Werkstätten
Campus Göttingen Studierende basteln mit Beschäftigten der Göttinger Werkstätten
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19:15 13.01.2018
Hier entstehen Vogelfutterstationen. Quelle: Madita Eggers
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Götingen

Die Göttinger Werkstätten ist ein gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen, mit dem Ziel Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung eine berufliche Eingliederung zu ermöglichen. Zudem bietet die Einrichtung stationären und ambulanten Wohnraum an.

Pinsel, Farbtöpfchen und Buntstifte schmückten mehrere lange Tische in der Mensa der Göttinger Werkstätten. Mit Einmalhandschuhen ausgerüstet malten die Beschäftigten Kartoffelstempel an und stempelten ihren Namen auf weiße Jutebeutel. „Die Farbe muss jedes Mal neu aufgetragen werden“, sagte Student Fynn Scheibe und ergänzt: „Manche Buchstaben müssen spiegelverkehrt geschnitzt werden, deswegen haben wir das gemacht.“

Social Points für soziales Engagement

„Jedes Semester müssen wir Social Points erwerben, entweder in sozialen Einrichtungen oder an der Uni selbst, in dem man Tutorien gibt. Das soll das soziale Engagement fördern“, erklärte Jannis Ludwig das Zustandekommen der Aktion. „Seit drei Jahren melden sich die Studenten bei uns, wenn sie was mit unseren Leuten machen wollen und ich schreibe das dann aus. Sind immer wieder neue Ideen“, sagte Dagmar Bergau, zuständig für die Freizeitgestaltung der Beschäftigten.

17 Beschäftigte fädelten für die Schlüsselanhänger bemalte Holzkugeln auf Schaschlikspieße oder stellten in der Küche aus Sonnenblumenkernen und Pflanzenfett kleine runde Vogelfutterstationen her. Dafür wurde das Gemisch in Tassen gefüllt und während des gemeinsamen Mittagessens in Kühlschrank gestellt. Die fertigen Vogelleckerbissen wurden in einen Baum vor der großen Fensterwand der Mensa gehängt. „So können die Beschäftigten beim Frühstück oder Mittagessen sehen, was sie gemacht haben“, sagte Bergau begeistert.

Die Ideen für die gemeinsamen Aktionen besprechen die Studenten in mehreren Sitzungen und besorgen dann das benötigte Material. „Wir achten immer darauf, dass unsere Themen gut umsetzbar sind und trotzdem Spaß machen“, sagte Studentin Marie-Sophie Franke. An Weihnachten sei beispielsweise gebacken und an Ostern Eier bemalt worden. „Da es Anfang des Jahres ist, haben wir kein spezielles Thema und haben uns deswegen fürs Basteln entschieden, davon haben alle auch hinterher noch was.“ Alles Gebastelte konnten die Teilnehmer mit nach Hause nehmen.

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Studierende basteln mit Beschäftigten der Göttinger Werkstätten.

„Es macht Spaß die Sachen auszutesten“, sagte Beschäftigter Tom, der in der Gartengruppe der Göttinger Werkstätten tätig ist. „Ich bin heute das erste Mal dabei, sonst habe ich sowas immer nur in der Schule gemacht“, ergänzte der 19-jährige. Markus, der in der Holzabteilung arbeitet, ist ebenfalls begeistert: „ Ich bin das zweite Mal dabei und finde es einfach klasse, wenn man auch am Wochenende beschäftigt ist.“ Die fertigen Werke wurden untereinander begutachtet und gelobt.

Von Madita Eggers

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