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Studierende der HAWK Göttingen stellen ihren Formula-Student-Rennwagen vor

Vorstellung mit Rekord Studierende der HAWK Göttingen stellen ihren Formula-Student-Rennwagen vor

Das Team Blue Flash Mobility Concepts der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) stellte am Dienstag, 3. November, sein Auto für den Wettbewerb Formula Student vor. Außerdem gaben sie Einblicke in dessen Entstehung.

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Das Team Blue Flash Mobility Concepts der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) stellte am Dienstag, 3. November, sein Auto für den Wettbewerb Formula Student vor.

Quelle: Lieske

Göttingen. Aus dem Nebel rollt er, der Errestor, das erste Fahrzeug der Göttinger. „Wir haben das leichteste Erstfahrzeug eines Startteams bei der Formula Student gebaut“, sagt Thorsten Rinke, Teamleiter von Blue Flash, stolz.

Nur etwa 199 Kilo bringe der Renner auf die Waage. Außerdem stellen sie als erstes aller Teams ihren Wagen für 2016 vor. Doch der Reihe nach. Was haben die jungen Erbauer da überhaupt konstruiert? Zwei Elektromotoren leisten 80 Kilowatt. Über zwei selbst konstruierte Getriebe geht die Leistung an die Hinterachse. Dort liegt dann ein beachtliches Drehmoment von 700 Newtonmetern an.

Spätestens jetzt wird klar: Der zierlich wirkende Wagen ist kein Spielzeug sondern eine ernstgemeinte Rennmaschine. Von Null auf Hundert schafft er es in unter vier Sekunden. Seine Kraft schöpft der Renner aus einem Lithium-Polymer-Akku, welcher von unten eingesetzt wird. „So kann er beim Boxenstopp schnell getauscht werden“, erklärt Rinke.

Trotz konzequentem Leichtbau stand auch die Haltbarkeit im Fokus der Entwicklung. „Das hatte oberste Priorität“, so der Teamleiter. Auch mit der bereits vorhandenen Möglichkeit, einen Allradantrieb zu verbauen, hat das Team der HAWK in die Zukunft gedacht. Aktuell wird nur die Hinterachse angetrieben.

Das Team Blue Flash Mobility Concepts der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) stellte am Dienstag, 3. November, sein Auto für den Wettbewerb Formula Student vor. © Lieske

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Neben Gewichtsersparnis und Haltbarkeit stand auch die Sicherheit im Mittelpunkt. Besonders der Stahlrahmen wurde unter diesem Aspekt entwickelt. „Der besteht auch jeden Test der FIA“, versichert Rinke. Die FIA ist die Fédération Internationale de l'Automobile, der Internationale Dachverband des Automobils. Das Wichtigste sei aber die Teamleistung.

45 Studierende aus drei Fakultäten und über sechs Studiengängen sind an dem Projekt beteiligt. „Sie alle haben viel Freizeit geopfert und die letzten Nächte waren sehr kurz“, bedankt sich Rinke zum Abschluss bei seinen Mitstreitern.

Bei der Formula Student treten Teams aus aller Welt gegeneinander an. Nach einem strengen Reglement bauen sie ihre Elektro-Rennwagen. Neben dem Bau des Fahrzeugs betreiben die Studierenden eine Virtuelle Firma für die sie Investoren gewinnen und ihre Finanzen organisieren müssen. In Göttingen heißt sie Blue Flash Mobility Concepts.

Wichtig ist nicht nur, wie schnell die Wagen sind, sondern auch, wie durchdacht die Konzepte sind. Die Teams treten in den Disziplinen Beschleunigung und Handling gegeneinander an. Beim „Auto Cross“ muss eine Runde auf der Rennstrecke so schnell wie möglich absolviert werden. In der Königsdisziplin „Endurance“ legen die Wagen 22 Kilometer bei möglichst geringem Energieverbrauch zurück.

Von Finn Lieske

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