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Studierende schreiben Geschichtsbuch

Neue Quellen übersetzt Studierende schreiben Geschichtsbuch

Sieben Studierende haben unter der Anleitung von Prof. Arnd Reitemeier vom Institut für Historische Landesforschung der Universität Quellen zur Geschichte der Stadt Hildesheim zusammentragen. Nach gut einjähriger Arbeit sind ihre Ergebnisse als Buch erschienen, das neue Quellen auch für den Geschichtsunterricht enthält.

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Ort bischöflicher Macht: der Dom in Hildesheim.

Quelle: r

Göttingen. Wie war die Feuerwehr einer Stadt im Mittelalter organisiert? Wie erhielt man nachts Einlass an den verschlossenen Stadttoren? Mit solchen Fragen haben sich die Studierenden beschäftigt. Das Buch mit dem Titel „Quellen zur Stadtgeschichte Hildesheims von 815 bis 1583“ wird am Freitag, 15. Juli, um 10 Uhr im Stadtarchiv Hildesheim, Am Steine 7, vorgestellt.

Hildesheim gehört zu den ältesten und bedeutendsten Städten in Norddeutschland

Hildesheim gehört zu den ältesten und bedeutendsten Städten in Norddeutschland. Die Stadt wurde über Jahrhunderte von dem Wechselverhältnis zwischen bürgerlicher Freiheit und bischöflicher Macht geprägt. Im Schatten des Doms entwickelte sich eine prosperierende Gemeinschaft, die sich immer stärker selbst organisierte und dem Landesherrn Rechte abtrotzte.

Wie im Mittelalter ist die Stadt auch heute ein Ort der ökonomischen Freiheit und der Kultur, geschützt von Mauern und geprägt von hohen Kirchtürmen. All dies fassten die Studierenden in acht Kapiteln zusammen. Zur Einleitung in jedes Kapitel skizzieren sie zentrale Entwicklungen der Stadtgeschichte und erläutern diese vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstands. Entstanden ist ein Buch mit 74 Bild- und Textquellen, das auf knapp 175 Seiten von der Verfassungs- und Rechtsgeschichte bis zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte reicht.

„Das Recht der Stadt wurde immer wieder neu aufgeschrieben"

Die Studentinnen Annika Kwast und Aline Weichert nennen ein Beispiel: „Das Recht der Stadt wurde immer wieder neu aufgeschrieben, wobei sich ein zusammenhängendes Recht erst allmählich und aus vielen Einzelentscheidungen entwickelte. In einer Handelsstadt wie Hildesheim ging es daher immer wieder um die Rechte von auswärtigen Händlern, von Zugezogenen.“ Dass Vieles für die Studierenden überraschend war, bestätigt Gerrit Hollatz, der sich ausführlich mit den Quellen zur Identifikation und Repräsentation der Stadt beschäftigt hat. Als schwierigste Aufgabe bezeichnet Prof. Reitemeier das Erarbeiten guter Übersetzungen der lateinischen und niederdeutschen Texte.r

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