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Humboldt-Stiftung Suche nach Warda und Wegner

Mit Georg-Forster-Stipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung sind derzeit zwei Gastwissenschaftler an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen tätig: Dr. Anton Pritula aus Sankt Petersburg (Russland)  und aus Eriwan (Armenien) ist Dr. Tigran Sarukhanyan zu Gast.

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Humboldtianer: Anton Pritula und Tigran Sarukhanyan (re.).

Quelle: pug

Dr. Pritula studiert ostsyrische liturgische Texte aus dem 13. Jahrhundert. Bis Juli und erneut von Februar bis Juni 2010 wird er zu Gast in Göttingen sein. In seinem Forschungsprojekt wird er kaum bekannte Texte des Dichters Giwargis Warda philologisch erschließen und übersetzen. „Sie bieten einen faszinierenden Einblick in eine Zeit des Umbruchs, als die Mongolen Persien und Mesopotamien eroberten und das Christentum seine letzte große Chance sah, zur Staatsreligion aufzusteigen“, so der Stipendiat. 

Pritula, Jahrgang 1972, studierte Iranische Philologie an der Universität von Sankt Petersburg und wurde dort 2004 mit einer Arbeit über das Christentum und die Tradition persischer Schriftstücke im 13. bis 17. Jahrhundert promoviert. Derzeit ist er Kurator für den Nahen Osten in der Arabischen Abteilung der Eremitage, dem Kunstmuseum von St. Petersburg. 

Umstrittene Gestalt

Forschungsschwerpunkt von Dr. Sarukhanyan ist der Genozid im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs. Im Rahmen seines Aufenthaltes in Göttingen bis Mai 2010 befasst er sich unter anderem mit Person und Werk des deutschen Schriftstellers Armin T. Wegner (1886-1978), der ein Augenzeuge der Vertreibung und Ermordung der Armenier um das Jahr 1915 war. „Wegner ist eine umstrittene Gestalt: Wie ist sein historisches Zeugnis, wie sein Engagement zu bewerten?“, so der Gastwissenschaftler. 

Sarukhanyan, 1976 geboren,  studierte Internationale Beziehungen an der Yerevan State University. Seine Promotion beendete er 2003 an der Armenischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, an der er anschließend in verschiedenen Funktionen tätig war. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Großbritannien, in die USA und in den Libanon. 

Beide Arbeiten werden betreut von Prof. Martin Tamcke, der das Fach Ökumenische Theologie und Orientalische Kirchen- und Missionsgeschichte an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität vertritt. Die Humboldt-Stiftung vergibt ihre Georg Forster-Stipendien an hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die damit ein Forschungsvorhaben an einer Hochschule eigener Wahl in Deutschland durchführen können.

jes/pug

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