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Göttingen "Signifikante Leistungssteigerung"
Campus Göttingen "Signifikante Leistungssteigerung"
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14:24 03.05.2017
Superrechner HLRN-IV soll Ende 2018 in Göttingen in Betrieb gehen Quelle: R
Göttingen

Derzeit laufe die Ausschreibung und danach sei davon auszugehen, dass im Herbst 2018 die erste Phase des Betriebsbeginns möglich sei, erklärte Prof. Ramin Yahyapour auf Tageblatt-Anfrage. "Die GWDG betreibt seit vielen Jahren Rechnerressourcen für wissenschaftliches Rechnen. Wir freuen uns, dass diese Kompetenz für den Betrieb des HLRN-Rechners genutzt wird. Der geplante HLRN-Rechner stellt eine signifikante Leistungssteigerung am Standort Göttingen dar", so GWDG-Geschäftsführer Yahyapour.

Ende April genehmigte die Niedersächsiche Landesregierung den Zuschuss. Das Land beteiligt sich mit  5 Millionen Euro an den Investitionskosten in Höhe von 30 Millionen Euro für zwei Superrechne mit Standorten in Berlin und Göttingen. 15 Millionen Euro tragen die sieben im Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnern (HLRN) zusammengeschlossenen Länder aufgeteilt nach den Vorgaben des Königsteiner Schlüssels. Weitere 15 Millionen Euro trägt der Bund für die Rechner, die gemeinsam mit dem Konrad-Zuse-Institut in Berlin betrieben werden.

Die Entscheidung des Wissenschaftsrates für den Standort Göttingen fiel aufgrund des Energiekonzeptes. Dieses, so Yahyapour, ging in großen Teilen auf die Kompetenzen des Gebäude-Managements der Universität Göttingen zurück und wurde in Zusammenarbeit mit GWDG, Max-Planck-Gesellschaft und externen Beratern erstellt. Außerdem habe die Universität mit der Universitätsenergie Göttingen GmbH ein Energiekonzept für den Campus erstellt. Damit ist Göttingen Superrechner-Standort nach Hannover, wo der HLRN-III seit dem Jahr 2014 betrieben wird.

Für den Supercomputer in Göttingen werde auch das Personal der GWDG verstärkt werden, sagte Yahyapour. Er führte weiter aus, dass neben den Wissenschaftsdisziplinen Natur- und Ingenieurswissenschaften, die hohen Bedarf an großen Rechenkapazitäten haben, zeichne sich ab, dass künftig auch Lebens-, Geistes- und Sozialwissenschaften rechen- und datenintensive Forschung betreiben. Sie werden von dem HLRN-IV-Rechner profitieren, der in Göttingen im GWDG-Rechenzentrum an der Zimmermannstraße seinen Standort erhalten soll. Der auf dem Nordcampus geplante Neubau für das GWDG-Rechenzentrum wird für den Superrechner nicht genutzt werden, weil für das Projekt noch kein Baubeginn feststeht.

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