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Göttingen Symposium zum Gedenken an Günther Patzig
Campus Göttingen Symposium zum Gedenken an Günther Patzig
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15:38 31.08.2018
Günther Patzig. Quelle: Archiv/Mischke
Göttingen

Diskutiert werden dann „Analytische Philosophie und philosophische Tradition“.

Patzig, emerierter Ordinarius und ehemaliger Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, ist Anfang Februar verstorben. In Fachkreisen galt er als Experte für griechische Philosophie, für Logik sowie für Wissenschaftstheorie der Geisteswissenschaften. 1963 bekam der Philosoph mit Faible für Aristoteles und Platon seinen Ruf nach Göttingen, denn der 1928 Geborene bis zu seiner Emeritierung innehatte. Gastprofessuren führten in außerdem nach Harvard und Berkeley.

Schwerpunkt von Patzigs Wirken war stets die antike griechische Philosophie sowie die Arbeiten des deutschen Philosophen Gottlob Freges darüber. Zugleich erregte er in Deutschland Aufsehen, weil er sich zu aktuellen moralischen Problemen wie der Bioethik oder Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche und Gentechnik äußerte – und dabei auch utilitaristische Positionen vertrat.

Während des Symposiums wollen sich Fachleute mit beiden Aspekten seines Wirkens befassen. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitag, 26. Oktober, mit einem Vortrag von Dorothea Frede, die über Leben und Werk Patzigs sprechen will.

Im Anschluss referiert um 10 Uhr Ulrich Nortmann über „Empirische Beweise? Modellkonstruktionen bei Aristoteles“, bevor um 11.30 Uhr Holmer Steinfath über „Moral und Common Sense – Günther Patzigs Überlegungen zu den Grundlagen der Ethik und die Herausforderung des Relativismus spricht“.

Am Nachmittag beginnt das Programm um 14.30 Uhr mit einem Vortrag von Bernd Ludwig über „Ethik ohne Metaphysik im Lichte von Kant“. Danach spricht um 16 Uhr Thomas Sturm über „Rationalität an der Schnittstelle von Philosophie und Sozialwissenschaften“. Im Abendvortrag ab 18.30 Uhr will Dieter Birnbacher über Philosophie als öffentlichen Vernunftgebrauch sprechen.

Das Sonnabendprogramm leitet Wolfgang Carl mit einem Vortrag zu den Positionen von Frege und Wittgenstein zu „Philosophie als ein Kampf mit der Sprache“ ein, Beginn ist um 9.30 Uhr. Um 11 Uhr spricht Rainer Stuhlmann über Frege und die philosophischen Anwendungen der Logik, u,m 12.30 Uhr Christian Beyer über „Analytische Philosophie und und Husserlsche Phänomenologie“.

Der Abendvortrag findet im Historischen Bibliothekssaal der Paulinerkirche, Papendiek 14, statt, alle anderen Vorträge in der Historischen Sternwarte, Geismar Landstr. 11.

Von Christoph Höland

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